Wolfgang Molzahn ...


Wolfgang Molzahn... wurde 1955 im badischen Ortenau-Kreis geboren.

Sein Vater war Banker, seine Mutter arbeitete als Hilfskraft auf einem Bauernhof. Als Molzahn 9 Jahre alt war, verstarben beide Elternteile. Fortan wurde er von Pflegeeltern großgezogen. Diese erkannten, dass der kleine Junge einen enormen Wissensdrang hatte, und förderten diesen. Innerhalb kürzester Zeit schafften sie es, den einst sehr schlechten Schüler zum Klassenbesten aufzubauen. Dennoch besuchte der Teenager zunächst keine höhere Schule. Er fühlte sich auf der Hauptschule gut aufgehoben und schloss diese 1970 ab.

Danach wollte er seinen Traumberuf erlernen. Schon im Alter von 12 Jahren kochte er leidenschaftlich gern für die Familie und äußerte deshalb immer wieder den Wunsch, nicht nur Koch, sondern im Speziellen Schiffskoch zu werden. Da er aber auch technisch sehr begabt war, überredeten ihn seine Pflegeeltern, den Beruf des Maschinenschlossers zu erlernen. Aufgrund seiner überdurchschnittlichen Leistungen während der Ausbildungszeit wurde er - auf die Empfehlung des Ausbildungsbetriebes hin - vorzeitig zur Gesellenprüfung zugelassen, die er mit gutem Erfolg bestand.

Aber der junge Mann wollte mehr. Sobald möglich besuchte er eine Technikerschule und ließ sich dort zum Werkmeister, Techniker und Arbeitswissenschaftler ausbilden. Doch nachts träumte er immer noch vom weiten Meer. Als er den Meisterbrief und den Techniker in der Tasche hatte, kam ihm die Idee, dass es doch sicherlich möglich wäre, auch mit diesem Beruf zur See zu fahren. Gedacht, getan - eines Tages fuhr er nach Hamburg, sprach dort auf dem Arbeitsamt vor und heuerte gegen Abend in Kiel auf einem Ozeanriesen an. Als Reiniger begann er seine Laufbahn. Nachdem aber seine Papiere umgeschrieben waren, wurde er zum Ingenieur-Assistent umgemustert und wenig später zum diensttuenden vierten Ingenieur befördert.

Molzahns Zeit auf See war wohl die Geburtsstunde seiner Schreibe. Er war auf einem Dampfer gelandet, der frisch aus der Werft kam. Niemand kannte das Schiff so richtig. Deshalb zeichnete er die verschiedensten Rohrsysteme auf und schrieb Bedienungsanleitungen für die einzelnen Maschinen. In Notsituationen, die durch technische Mängel verursacht wurden, wusste er immer eine Lösung. Zudem fertigte er auch Teile, die man sonst hätte einfliegen lassen müssen. So wurde er auf dem Schiff nicht nur zum Autor, sondern auch zum Erfinder. Wo er Probleme sah, suchte er nach einer Lösung. Das hatte zur Folge, dass er fortan in jedem Unternehmen, für das er arbeitete, und auch bei Fremdfirmen viele Verbesserungsvorschläge einreichte. Auch Gebrauchsmuster (ein Gebrauchsmuster ist der "kleine Bruder" eines Patents) existieren von ihm.

Als Molzahn zur See fuhr, bewegten ihn zwei Dinge. Er wollte eine Familie gründen und nicht nur "diensttuender" Ingenieur sein, sondern eine richtige Ausbildung hierzu vorweisen können. Deshalb kündigte er und meldete sich bei einer Berufsaufbauschule an, weil er für die Erreichung seines Zieles zunächst einmal die Fachschulreife benötigte. Diese wurde ihm ein Jahr später zuerkannt.

In diesem Jahr geschah aber ein Ereignis, das sein bisheriges Leben auf den Kopf stellte. Molzahn kam mit Christen in Berührung und entschied, sich für seinen neugewonnenen Glauben einzusetzen. Mit einem Heißhunger las er in der Bibel und konnte nicht verstehen, dass andere Christen mit diesem Buch so gar nichts anfangen konnten. Die Thematik beschäftigte ihn so sehr, dass ihm wichtig wurde, Menschen, die keine Bibel haben, Gottes Wort nahe zu bringen. Die Voraussetzung hierfür war aber, ein Studium in Theologie zu absolvieren, was er dann auf einer Bibelschule tat. Dort lernte er seine Frau Monika kennen. Sie heirateten und wurden nach und nach stolze Eltern von fünf Kindern.

Zunächst aber schloss er auch seine theologische Ausbildung mit Erfolg ab. Und schon während dieser Zeit stellte er die Weichen für sein zukünftiges Wirken. Molzahn fühlte sich zu den Wycliff-Bibelübersetzern berufen und belegte deshalb zwischendurch einen sprachwissenschaftlichen Kurs. Danach wohnte er mit seiner kleinen Familie für eine kurze Zeit in England, um durch die University of Cambridge das First Certificate in Englisch zu erwerben.

In seiner Freizeit schrieb er nun über biblisch theologische Themen. Ihm war ganz besonders wichtig, seinen Lesern das Leben Jesu nahe zu bringen. Zehn Jahre arbeitete er zum Beispiel an einer Harmonie der vier Evangelien, die inzwischen vergriffen ist. Nur in einer Software-Version ist sie noch zu haben. Dasselbe gilt für seine Samuel-, Könige- und Chronik-Harmonie. Molzahn schrieb gerade im biblischen Bereich sehr viele Bücher. Und immer entsprangen diese demselben Beweggrund: Er wollte schwierige Themen verständlich darlegen. Derzeit werden nur noch seine Bücher über Weihnachten und Ostern aufgelegt.

Inzwischen hatte sich sein Weg als Bibelübersetzer in Irian Jaja längst zerschlagen. Nach seiner theologischen Ausbildung wurde Molzahn zunächst Mitarbeiter einer Bremer Kirchengemeinde (diakonische Dienste und Lehrtätigkeiten) und brachte sich ein Jahr lang halbtags am Bau einer Privatschule mit ein. Danach zog er mit seiner Familie ins bayerische Schwandorf.

Über viele Jahre versuchte er dort, eine freikirchliche Gemeinde aufzubauen. Nach vielen Rückschlägen gab er 1994 auf und kehrte in seinen ursprünglichen Beruf zurück. Bis Ende Juni 2009 war er als Werkstattleiter bei einem namhaften Automobilhersteller tätig. In dieser Zeit wurde Molzahn ein sehr kranker Mann. Aufgrund seiner Sarkoidose war es ihm oft unmöglich, mehr als zwei Stunden zu arbeiten. Diese völlige Erschöpfung und zusätzliche Krankheiten führten dazu, dass er 2009 aus gesundheitlichen Gründen seinen Dienst quittieren musste.

Natürlich kam für ihn eine Abhängigkeit von Vater Staat nicht infrage. In seinem bisherigen Leben hatte er sich mit so vielen Themen eingehend beschäftigt, dass er genügend Wissen für einige Ratgeber angesammelt hatte. Da gerade alle Welt in Aktien investierte und Molzahn die Gefahren dieser Anlage kannte, begann er über Aktien & Börse & Finanzen zu schreiben. Die Bücher kamen und kommen nach wie vor an, weil Molzahn streng nach Luthers Bibelübersetzungsprinzipien schreibt. Martin Luther "schaute dem Volk aufs Maul" - Wolfgang Molzahn schreibt leicht verständliche Ratgeber für Otto Normalbürger - egal wie komplex und schwierig die Thematik auch sein mag.

Derzeit (2012) beschäftigt er sich eingehend mit Ernährung, Fitness und Gewichtsreduktion und hat auch schon zwei Ratgeber dazu verfasst. Darüber hinaus arbeitet er ein Mal wöchentlich in einem kleinen Kfz-Betrieb, um Oldtimer zu restaurieren. Wenn seine Kräfte es zulassen, entwickelt er verschiedene Dinge, wie zum Beispiel sein Liegefahrrad für zwei Personen.

Als Autor verfasste er bislang verschiedene Kommentare, Lehrbücher und Ratgeber. Molzahn ist "Member of the European Press Federation e. V.".



   Möchten Sie diese Seite weiterempfehlen? Dann klicken Sie doch auf die Social-Media-Buttons Ihrer Wahl. Vielen Dank!