Durch Erfindungen
zum Millionär werden!


Wenn Sie auf einen Schlag reich werden wollen, dann ist wohl Erfinder der richtige "Beruf" für Sie!


ErfindungenGanz bewusst habe ich diesen vielversprechenden Titel gewählt. Es ist in meinen Augen nämlich tatsächlich so, dass man durch Erfindungen - oder die eine Erfindung - sehr schnell reich werden kann. Wenn Sie mich also fragen würden: "Wie werde ich Millionär?", dann würde ich Ihnen Antworten: "Haben Sie eine gute Idee für ein Patent? Damit klappt's am Besten!"

Ich weiß, Ihnen liegt nun die Frage auf der Zunge: "Herr Molzahn, sind Sie aufgrund einer Erfindung zu Reichtum gelangt?" Meine ehrliche Antwort lautet: "Jein! Von meinen theoretischen Rechnungen her schon - in der Praxis bin ich bisher aber jämmerlich gescheitert. Das Wörtchen "AUFGEBEN" gibt es in meinem Wortschatz trotzdem nicht!"


Liebe Leserinnen,
liebe Leser,


nachdem dies geklärt ist, möchte ich Ihnen dennoch einiges zum Thema sagen. Und glauben Sie mir - ich rede nicht wie der Blinde von den Farben, denn Erfahrungen habe ich an dieser Stelle viele. Auch Erfolge - nur eben keine ganz Großen!

Wie wird man zum Erfinder?

Ganz einfach:

Das liest sich sehr einfach, ist in der Umsetzung und Finanzierung aber recht schwer. Es ist ja auch so, dass man nur von den fertigen Erfindungen hört und recht wenig vom steinigen Weg bis dorthin.

Mir hat mal jemand erzählt, dass die Bezeichnung vom Rostlöser WD40 darauf hinweist, dass die Erfindung auf 40 Versuchen basiert. Erst die 40. Version erfüllte des Erfinders Vorgaben, sodass er sie auf den Markt bringen konnte. Da muss man schon einen langen Atem haben.

Das Wichtigste aber ist zunächst einmal, dass Sie Probleme sehen und richtig wahrnehmen, sodass Ihr Gehirnschmalz nach einer Lösung sucht.

Vor ein paar Jahren (2008) saß ich in einem Park. Plötzlich fuhr eine Familie mit ihren Fahrrädern an mir vorbei. Im Kindersitz hatte die Mutti ein Kleinkind. Ein Junge radelte fleißig auf dem Kinderfahrrad zum Anhängen beim Papa mit. Und ich dachte so: Wie schön, da unternimmt eine Familie als Familie etwas. Im nächsten Moment korrigierte ich mich. Ja, sie waren als Familie unterwegs - aber miteinander kommunizieren konnten sie nicht. Das war nur durch "schreien" möglich.

Problem erkannt, richtig wahrgenommen und nach einer Lösung gesucht! Meine Idee war, ein Fahrrad für eine Kleinfamilie zu entwickeln. Ein Ehepaar mit zwei Kleinkindern und einem Baby sollten darauf Platz finden. Ich erzählte meiner Frau davon. Die Idee gefiel ihr - nur: Unsere Kinder sind alle erwachsen - was sollten wir dann mit einem solchen Fahrrad? "Dann baue ich eben für uns zwei eins, wo wir nebeneinander durch die Gegend strampeln können", sagte ich. Und das tat ich - hier das Resultat:

Erfindung Liegefahrrad

Video zum Bau des Fahrrads
Video zur ersten Probefahrt

Natürlich hat das Fahrrad noch viele Features und eventuell hätte ich es auch patentieren lassen können, aber als Beispiel für das Lösen eines erkannten Problems reichen diese Angaben erst einmal.

Eine Chance auf Reichtum durch eine Erfindung / Innovation haben Sie aber nur, wenn Ihnen niemand zuvorgekommen ist.

Die Patentrecherche!

Hierzu möchte ich nicht viel schreiben. Führen Sie einfach unter folgendem Link eine Patentrecherche durch:

http://register.dpma.de/DPMAregister/pat/einsteiger

Sollen Sie ein Patent oder ein Gebrauchsmuster anmelden?

Um das entscheiden zu können, müssen Sie natürlich die Unterschiede kennen. Das Gebrauchsmuster wird gerne als der kleine Bruder des Patents bezeichnet. Dennoch ist es aber auch ein vollwertiges Patentschutzrecht und hat gegenüber dem Patent folgende Vorteile:

Weitere Informationen finden Sie unter:

http://www.dpma.de/gebrauchsmuster/

Bevor Sie sich aber in Unkosten stürzen, sollten Sie Folgendes tun:

Informieren Sie Ihren Arbeitgeber!

Möglicherweise denken Sie nun, dass Ihre Idee überhaupt nichts mit den Produkten Ihres Arbeitgebers zu tun hat und Sie deshalb munter draufloserfinden und ein Patent anmelden können. Das ist ein Irrtum!

Sie müssen so oder so Ihren Arbeitgeber informieren. Das ist gesetzlich vorgeschrieben! Wenn Sie dem nicht nachkommen, riskieren Sie Ihren Arbeitsplatz. Und das sollten Sie auf gar keinen Fall tun!

Im Arbeitnehmererfindergesetz finden Sie genaue Anweisungen darüber, wie eine Meldung an den Arbeitgeber auszusehen hat:

http://www.gesetze-im-internet.de/arbnerfg/BJNR007560957.html

Prototyp - Ja oder Nein?

Sind diese Hürden erst einmal genommen, stellt sich die Frage, ob man schon vor der Patent- oder Gebrauchsmusteranmeldung einen Prototyp herstellt.

Ich selbst habe immer einen Prototyp gebaut. Das hat vor allen Dingen den Grund, dass man auf diesem Wege ganz genau sieht, ob die Idee überhaupt funktioniert.

Aber etwas Anderes - noch viel Wichtigeres - geschieht dabei. Plötzlich erkennen Sie nämlich auch die Schwächen Ihrer Ausführung. Und diese werden Sie optimieren und verbessern, bis Ihr Patent oder Gebrauchsmuster perfekt ist.

Auch kommen Ihnen Gedanken, mit welchen Abweichungen man dasselbe Produkt noch bauen könnte. Und genau diese Dinge müssen Sie im Schutzantrag auch nennen! Warum? Weil Unternehmen nach Lücken suchen, um Ihr Patent auf eine ungeschützte Weise zu verwirklichen!

Patent anmelden - selbst ist der Mann oder doch besser vom Patentanwalt?

Als ich mein erstes Gebrauchsmuster anmelden wollte, da habe ich das Aufsetzen des Textes zunächst einmal selbst ausprobiert. Und ich gab mir dabei wirklich große Mühe.

Dann gab es bei der Industrie und Handelskammer ein Seminar zum Thema. Dort referierte ein Patentanwalt. Ich nutze noch die Möglichkeit eines kostenlosen Gesprächs und übergab ihm schlussendlich die Patentanmeldung. Natürlich bekam ich seinen Erstentwurf zur Prüfung. Was soll ich sagen? Ich erkannte nichts mehr von meiner Vision!

Meine Empfehlung an Sie lautet: Übergeben Sie Ihre Patent- oder Gebrauchsmusteranmeldung einem Anwalt. Er weiß genau, wie er Ihre Idee schützen muss, damit sie wirklich auch durch die Vermarktung reich werden können. Und er kann Sie auch beraten, wie "weit" Ihr Schutz reichen sollte - Deutschland, Europa oder weltweit!

Hurra - die Patent-/Gebrauchsmuster-Urkunde ist da!

Das ist natürlich ein erhebender Moment. Die Bundesrepublik Deutschland und mit ihr der Präsident des Deutschen Patent- und Markenamts stellen Ihnen eine Urkunde aus!

Ein Garant für Reichtum ist sie aber noch lange nicht! Klar, Sie sind der Beantwortung Ihrer Frage "Wie werde ich reich - wie werde ich Millionär?" ein gutes Stück näher gekommen, aber ...

Erfindung- / Innovationsvermarktung!

Das ist die Hürde, die über Reichtum oder nur Ausgaben entscheidet. Sobald Sie die Eingangsbestätigung des Patentamtes erhalten haben, können Sie Ihre Erfindung bei Firmen vorstellen. Und wenn Ihre Idee ankommt, dann werden Sie zum persönlichen Gespräch geladen.

Wichtig: Zeigen Sie niemals Ihre Anmeldeunterlagen und erzählen Sie auch nicht, welche Dinge durch das Patent oder Gebrauchsmuster abgesichert sind!

Was Sie aber tun sollten ist dies: Liefern Sie ordentliche Zeichnungen ab. Erklären Sie Ihre Erfindung anhand von Mustern - verschiedenen Ausführungsmöglichkeiten (aber natürlich nicht sagen, dass dies alle sind!). Malen Sie die Vorteile Ihrer Erfindung deutlich vor Augen. ...

Kalkulieren Sie Ihr Reichtums-Honorar!

"Endlich", werden Sie denken, "endlich kommt er zur Sache! Wie werde ich denn nun als Erfinder zum Millionär?" Indem Sie zunächst einmal auf dem Teppich bleiben!

Und dann müssen Sie entscheiden, ob Sie eine einmalige (eventuell aus steuerlichen Gründen über mehrere Jahre verteilte) oder umsatzabhängige Beteiligung wollen. Beides hat Vor- und Nachteile.

O. K., wie viel ist nun Ihre Erfindung / Innovation wert? Das lässt sich folgendermaßen berechnen:

Wert der Erfindung =
Umsatz (Stückzahl * Stückpreis) * Lizenzsatz in %

Der Lizenzsatz liegt in der Regel zwischen 0,5 bis 10%.

Ein Beispiel: Aufgrund von Recherchen wissen Sie, dass Ihr Produkt weltweit Absatz finden wird. Ich habe zum Beispiel ein Teigrädchen erfunden. Solche Teile werden überall auf der Welt eingesetzt.

Wenn dem so ist und der Preis stimmt, dann werden mit Sicherheit Millionen Exemplare Ihrer Erfindung verkauft. Gehen wir von einem Stückpreis von 10 € und einem Lizenzsatz von "nur" 3% aus, so ergibt sich folgende Rechnung:

(Z. B.) 3.500.000 Stück * 10 € * 0,03 (3%) = 1.050.000 €

Ups! Wie werde ich Millionär? So!

Durch eine Erfindung / Innovation reich oder arm werden?!

Das Beispiel hat deutlich gemacht, dass man als Erfinder reich werden kann. Allerdings haben sicherlich nur wenige Erfinder das Glück, mit Ihren Erfindungen Reichtum anzuhäufen. Es ist eben doch nicht so einfach, Erfindungen serienreif zu entwickeln, bei Firmen und potenziellen Kunden Interesse dafür zu wecken und eine gute Beteiligung (Honorar) auszuhandeln. Aber ein richtiger Erfinder gibt bekanntlich niemals auf.

Und warum sollte er dabei "arm" werden. Nun, der Antrag für ein Gebrauchsmusteranmeldung kostet 40 €. Das ist erschwinglich. Die Anwaltskosten reißen aber ein großes Loch ins Portemonnaie. Und wenn alles für die Katz war, dann bleiben Sie auf den Ausgaben sitzen - immer und immer wieder!

Patent und / oder Gebrauchsmuster anmelden - Literaturempfehlungen:

Ich habe Ihnen auf dieser Seite einen kleinen Einstieg zum "Reich werden durch Erfindungen / Innovationen" und zum "Patent und / oder Gebrauchsmuster anmelden" gegeben. Vieles müsste dazu noch gesagt werden. Das ist aber aus Platzgründen nicht möglich. Für eine erste Information haben Sie aber genug erfahren. Und wenn ich Ihr Erfinder-Gen geweckt haben sollte, müssen Sie unbedingt noch weitere Literatur hinzuziehen. Dies sind meine Empfehlungen:



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