Als Spieleentwickler
Millionär werden!


Wenn Sie das Spieleerfinder-Gen haben, dann sollten Sie noch heute dafür sorgen, dass es nicht verkümmert!


SpieleerfinderEine Innovation kann Sie unendlich reich werden lassen. Und mit Verbesserungsvorschlägen können Sie dieses Ziel auf Etappen erreichen. Dasselbe gilt, wenn Sie ein Spieleentwickler sind.

Mag sein, dass Ihnen bisher nur Ideen im Kopf herumschwirrten. Noch gar nie haben Sie auch nur eine dieser Ideen zu Papier gebracht und schon gar nicht umgesetzt. Dann beginnen Sie noch heute damit.

Liebe Leserinnen,
liebe Leser,


ist der Molzahn nun auch noch ein Spieleentwickler? Ja und nein! Ideen hatte ich schon genug, zu Papier gebracht mindestens eine - und dann war Schluss. Warum? Nun, ich mache einfach zu viel, sodass ich Prioritäten setzen muss. Aber hin und wieder packt es mich und ich bedaure, dass das Spiel immer noch in der Schublade vor sich hinschlummert. Dort wird es nie eine Chance haben!

Ich bin der Überzeugung, dass jeder, der das Zeug zum Erfinder hat - also Probleme wahrnimmt und Lösungen entwickelt - auch Spieleentwickler sein kann. Vorausgesetzt natürlich, dass er auch gerne spielt.

Wie es bei mir zum Spieleerfinden kam!

Durch Spiele und Analysen. Was meine ich damit?

Meine Frau und ich haben 5 Kinder. Diese wollten wir nicht dem Fernseher überlassen. Uns war wichtig, dass wir mit ihnen spielen. Im Sommer draußen - abends und im Winter drinnen. Gesellschaftsspiele waren angesagt. Die kauften wir oder ließen sie uns schenken.

Sehr schnell stellte sich immer wieder heraus, welche Spiele interessant waren und welche weniger. So manches Spiel veränderten wir. Entweder hatten wir die Regeln missverstanden, oder sie funktionierten eben nicht immer. Und wenn das Spiel ansonsten einen guten Eindruck machte, fummelten wir eben dem Spieleentwickler zwischen die Finger und optimierten seine Idee. Das Spiel blieb im Rennen - es war gut - wenn auch ein bisserl anders.

Aber es gab eben auch jene Spiele, die man in die Kategorie "ein Mal und nicht wieder" schob. Langweilig, zu schwer, zu kompliziert, zu ... waren sie.

Und genau bezüglich dieser Spiele habe ich analysiert. Zunächst mich selbst, indem ich mich gefragt habe, warum das Spiel bei mir nicht ankam und auch bei den Mitspielern, warum sie froh waren, als das Spiel zu Ende war.

Jedes Spiel, das keinen Spaß bereitete und jede Analyse, welche die Gründe dafür ans Tageslicht brachte, erzeugte den Wunsch, es besser zu machen - ein Spiel zu entwickeln, das die eigene Familie und auch andere Familien begeistert.

Darüber hinaus lagen mir Spiele am Herzen, durch die man spielerisch etwas lernt.

Das ist keine leichte Übung. Kinder merken sehr schnell, wenn man Ihnen über dem Kopf den Trichter ansetzt. Da ist es besser, wenn man eine spontane Spielidee hat, bei der sie uns Erwachsenen ihr Wissen und Können "abfragen" dürfen.

Was muss ein Spieleentwickler beachten?

Wenn man die "Fehler" anderer Spieleerfinder analysiert, dann bemerkt man, dass es gar nicht so leicht ist, ein Spiel zu erfinden. Plötzlich wird einem bewusst, was da an Arbeit dahinter steckt. Fünf solcher Spieleerfinder-Verkaufserfolgs-Werkzeuge möchte ich Ihnen kurz vorstellen:

1 - Der erste Eindruck!

Nehmen wir einfach mal an, dass Ihr Spiel aus einem Plan, Figuren, Karten und einem Würfel besteht.

Meine Frau begeistert sich für ein Spiel, wenn die Figuren aus Holz sind. Aber Figuren haben ja auch eine Form, die lustig, modern, groß, klein, usw. sein kann und den potenziellen Käufer anspricht oder am Spieleregal entlang weiterwandern lässt. Auch die Farben der Spielfiguren verleihen dem Spiel eine Ausstrahlung, die über Kauf oder Nichtkauf entscheiden kann.

Die Bemerkungen zu den Figuren gelten auch für den Spielplan, die Karten und den Würfel. Ein Spiel, das irgendwie billig und einfallslos rüber kommt, macht keinen guten ersten Eindruck. Die Qualität muss stimmen - gutes Material, Bruchsicherheit, liebevoll gestaltete Figuren oder einfache aber hochwertig hergestellte Spielsteine und Würfel, dicker, harter Karton oder sogar ein Brett und nicht so leicht knickende Karten, sorgen für den ersten Eindruck, der potenzielle Kunden das Spiel aus dem Regal ziehen lässt.

Haben Sie nicht auch schon einen Fehlkauf hinter sich, nur weil Ihnen der auf der Spieleverpackung abgebildete Inhalt zugesagt hatte?! Denken Sie schon bei der Entwicklung daran, wie das Ganze einmal aussehen soll. Beim Öffnen der Verpackung sollte das Material nicht riechen, als wäre es aus Kunststoff aus der Reifenfabrik!

2 - Einfache Regeln - sofortiger Start!

Ist es Ihnen nicht auch schon so ergangen? Sie haben das neue Spiel ausgepackt und sofort zu den Spielregeln gegriffen. Schön - sie sind groß geschrieben - die ersten zwei Seiten sind schnell gelesen. Ein wenig kompliziert scheinen sie schon zu sein. Beim Umblättern bemerken Sie, dass da noch viele Seiten kommen. Das ganze Heft ist nicht eine Anleitung in 5 Sprachen, sondern nur deutsch. Inzwischen sind Sie auf Seite 7 angelangt. Die Kinder fangen schon an zu quengeln und Sie wissen schon gar nicht mehr, was auf Seite 1 stand. Der Text liest sich wie eine grottenschlechte Übersetzung ...

Und damit ist das Spiel gelaufen. Die anfängliche Begeisterung ist wie weggeblasen. Es verschwindet im Schrank, der mit Flohmarktware beschriftet ist. Game over!

Ein Schlüssel zum Erfolg eines Spieles ist das Regelwerk. Es muss leicht verständlich sein. Und sollte es viele Regeln benötigen, dann sollte man es zumindest leicht beginnen und die Regeln nach Bedarf weiterlesen können.

3 - Spannend bis zum Schluss!

Nicht gleichbleibend spannend, sondern Ihr Spiel sollte Spannung aufbauen. Von Zug zu Zug muss irgendwie die Spannung gesteigert werden.

Ich finde, dass Spannung von drei Komponenten gebildet wird: dem Glück - der Herausforderung an den Verstand - und der Raffinesse! Es begeistert, wenn einem beim Spiel das Glück hold ist und wenn man ein bisschen heimtückisch und raffiniert vorgehen kann. Das i-Tüpfelchen ist für mich, wenn man dann auch noch seinen Verstand einsetzen darf. Sicherlich gibt es noch mehr Komponenten, aber diese Drei tragen auf jeden Fall zu einem guten Spiel bei.

4 - Das Spieltempo!

Ich muss mich kürzer fassen. Mit Spieltempo meine ich, dass das Tempo so ist, dass die auf den nächsten Zug Wartenden sich nicht langweilen. Keiner darf so empfinden, dass er sagt: "Ruft mich, wenn ich wieder dran bin!" Wenn es länger dauert, muss der Spielverlauf so sein, dass trotzdem alle mitfiebern.

5 - Ein klarer unvorhersehbarer Sieger!

Wenn nach zwei oder drei Spielzügen feststeht, wer gewinnt und man keine Chance hat, dies in irgendeiner Weise zu ändern, macht Ihr Spiel keinen Spaß. Bis zuletzt muss jeder Mitspieler eine Chance haben, zu gewinnen. Je knapper der Sieg, desto besser und spannender ist das Spiel. Einen Wischiwaschisieg mag "fast" niemand.

Wer diese Komponenten erfüllt, könnte als Spieleentwickler reich werden. Aber natürlich gibt es noch viel mehr Punkte, die ein gutes Spiel ausmachen.

Die Umsetzungs- und Testphase!

Sie sind immer noch von Ihrer Idee begeistert? Dann legen Sie los - bauen Sie einen Prototyp. Meine Empfehlung ist: Bauen Sie diesen so schön wie möglich. Denn in der Testphase sollen andere - Ihre Bekannten und Verwandten - das Spiel spielen und beurteilen. Und da spielt oft schon die Umsetzung eine sehr große Rolle. Ist das Testspiel eine optische Katastrophe, gehen die Spieler schon mit Vorurteilen an die Sache heran. Heutzutage kann man Einzelteile eines Spieles sehr günstig und schön herstellen. Große Fotos sind erschwinglich geworden. Man kann sie als Aufziehfolie entwickeln lassen. Benötigt man Karten, so kann man mit einem Grafikprogramm welche erstellen und als Fotos entwickeln lassen. ...

Und dann wird getestet. Machen Sie sich die Mühe und arbeiten Sie einen Test-Fragebogen aus, den jeder Spieler ausfüllen muss. Besonders wichtig sind Antworten zu folgenden Stichpunkten:

Die Spieleidee schützen!

Nach allem was ich bisher zu diesem Thema gelesen habe, ist dies nicht so einfach. Deshalb sollte man für sein Spiel eine Rechtsgrundlage schaffen, auf die man sich bei Bedarf stützen kann. Eine solche Grundlage stellt zum Beispiel ein kostenpflichtiges Spiel-Prüfverfahren dar. Informieren Sie sich dazu auf:

http://www.projekt-spiel.de/Autorenservice/Ablauf/ablauf.html

Die Vermarktung des Spieles!

Natürlich besteht die Möglichkeit, dies in Eigenregie zu machen. Die bessere Wahl wird aber das Einschalten einer Lizenz-Agentur sein. Informationen hierzu finden Sie unter:

http://www.projekt-spiel.de/Lizenz-Agentur/lizenz-agentur.html

Als Spieleentwickler reich werden!

Auch hierzu noch zwei Sätze. Sie müssen sich entscheiden, ob Sie eine einmalige (eventuell aus steuerlichen Gründen über mehrere Jahre verteilte) oder umsatzabhängige Beteiligung wollen. Beides hat Vor- und Nachteile.

O. K., wie viel ist nun Ihr Spiel wert? Das lässt sich folgendermaßen berechnen:

Wert des Spieles =
Umsatz (Stückzahl * Stückpreis) * Lizenzsatz in %

Der Lizenzsatz liegt in der Regel zwischen 3 bis 5% des Nettopreises.

Wertvolle Links für Spieleerfinder!

Eine Linksammlung finden Sie unter:

http://www2.spiele-archiv.de/links.html

Einen Leitfaden für Spieleerfinder finden Sie unter:

http://www2.spiele-archiv.de/leitfaden.html

Hier finden Sie auch ein Buch für Spielerfinder / Spieleentwickler, das ich Ihnen sehr empfehlen möchte:

Tom Werneck
Leitfaden für Spieleerfinder:

und solche, die es werden wollen

Einen Spieleautoren-Service finden Sie unter:

http://www.ravensburger.de/start/service/autoren/spieleautoren/index.html



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Kommentare (1)

battelclicker
COOLB-)
#1 - oskar - 04.04.2015 - 16:16
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Kommentar
;-) :-) :-D :-( :-o :-O B-) :oops: :-[] :-P
Tragen Sie deshalb bitte den Text, den Sie in dem Bild sehen, in das nebenstehende Textfeld ein.
»


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