Dieses Unterseite hat es in sich. Irgendwie muss es mir gelingen, all die in der Überschrift angedeuteten Themen unter einen Hut zu bringen. Und verstanden soll es auch noch werden - wo also anfangen? Am Besten so:
Was sind Kohlenhydrate? Dieser Frage bin ich auf der entsprechenden Seite schon nachgegangen. Zur Vertiefung möchte ich hier die Sache nochmals anders präsentieren. Ich möchte nämlich die Begriffe Kohlenhydrate, Stärke und Ballaststoffe ganz weglassen und nur noch vom Zucker sprechen.
Zucker I ist Einfach- und Doppelzucker, Zucker II ist Vielfachzucker in Form von Stärke und Zucker III ist Vielfachzucker in Form von Ballaststoffen - aber alles ist Zucker. Und dieser Zucker muss zunächst wieder zerlegt werden, damit er vom Organismus aufgenommen werden kann.
Dabei liegt natürlich auf der Hand, dass Einfachzucker schon Einfachzucker ist und sofort ins Blut gelangt. Mit dem Doppelzucker hat unser Körper auch nicht viel mehr Mühe - auch er ist sehr schnell im Blut. Nur der Vielfachzucker kostet einige Anstrengungen. Der in Form von Stärke wird in Einfachzucker zerlegt und gelangt dann ins Blut, der in Form von Ballaststoffen kann nicht zerlegt werden. Er regt die Darmtätigkeit an und reinigt ihn.
Mit Zucker II und III ist unser Körper gut beschäftigt.
Über Zucker I "freut" er sich und schickt ihn mehr oder weniger sofort ins Blut. Unser Haushaltszucker ist zum Beispiel Zucker I. Essen wir davon ein paar Esslöffel, dann ist der Zucker zwar schnell verdaut und liefert nahezu sofort Energie, aber der Blutzuckerspiegel steigt rapide an.
Das ruft die Bauchspeicheldrüse auf den Plan. Sie schüttet viel Insulin aus, das den Zucker in die Körperzellen verfrachtet. Solange Insulin im Blut ist, findet kein Fettabbau - Lipolyse - statt.
Durch das Wegschaffen des Zucker I sinkt der Blutzuckerspiegel unter den Normalwert. Aufgrund dessen geht dem Gehirn der Zucker aus und es zwingt uns nun, für Nachschub zu sorgen. Der Zwang ist so stark, dass Willenswiderstand zwecklos ist. Eine Heißhungerattacke überkommt uns.
Der Kreislauf beginnt von vorne.
Bei Insulinmangel kann der Zucker nicht in den Muskeln und dem Fettgewebe aufgenommen werden.
Das führt dazu, dass - im Gegensatz zu oben - der Fettabbau gesteigert wird, um die Muskeln mit Energie zu versorgen.
Auch das Körpereiweiß wird abgebaut, wodurch der Blutzuckerspiegel noch mehr ansteigt.
Man kann also sagen, dass bei Insulinmangel (Diabetes mellitus - es wird zu wenig oder gar keins produziert) das gesamte Stoffwechselgeschehen gestört ist - der Zucker(Kohlenhydrat)stoffwechsel, der Fettstoffwechsel und der Einweißstoffwechsel!
Auf dieser Seite geht es ja nicht um schlanke Menschen. Die meisten Leser werden übergewichtig sein. Gleichzeitig wird es an körperlichen Aktivitäten mangeln. Zu diesen zwei Gegebenheiten muss nun nur noch eine genetische Empfänglichkeit zu einer nachlassenden Wirkung von Insulin kommen - die Insulin(rezeptor)resistenz - und schon sind wir bei Diabetes mellitus gelandet.
Was ich sagen will, ist dies: Fachleute schreiben, dass Übergewicht eine mangelnde Insulinempfindlichkeit bedingt und diese Diabetes hervorruft. Im Anfangsstadium soll allein durch den Abbau des Übergewichts eine Heilung möglich sein.
Bitte verstehen Sie mich nun nicht falsch. Ich sage nicht, dass Sie im Falle einer Erkrankung an Diabetes Ihre Medikamente zur Seite legen und sich auf eine Gewichtsreduktion konzentrieren sollen. Ich möchte nur darauf hinweisen, dass Übergewichtige in der Gefahr stehen, an Diabetes zu erkranken und dass eine Gewichtsreduktion auf diesen Umstand eine sehr positive Auswirkung haben kann! Meines Erachtens ist es allein dieser Umstand wert, das eigene Gewicht im Auge zu behalten!
Nun ja - Zucker I kann eigentlich nichts dafür. Er ist Einfach- oder Doppelzucker und wir lieben ihn, weil er so süß ist und uns aufleben lässt. Nicht nur die Tasse Kaffee bringt uns morgens auf Trab, nein, auch Zucker I in Form von Semmeln, Marmelade und Würfelzucker (Kaffee) weckt uns auf.
Das ist aber nur die eine Seite. Wer viel Zucker I zu sich nimmt, begünstigt damit
(Für den Abbau von Zucker wird Vitamin B1 - Thiamin - benötigt. Thiamin-mangelerscheinungen sind Nerven- und Muskelstörungen!)
Wenn aber viel Zucker I Übergewicht begünstigt, dann müssen wir zumindest das "viel" in den Griff bekommen!
Eventuell sagen Sie nun, dass Sie ja gar nicht viel Zucker I essen. Mag sein - kann aber auch völlig daneben liegen, weil Zucker I nicht immer nur mit Zucker bezeichnet wird. Auf der Zutatenliste von Lebensmitteln werden für Zucker viele verschiedene Synonyme mit denselben gesundheitlichen Auswirkungen wie Haushaltszucker verwendet:
Honig ist ein naturbelassenes Lebensmittel und enthält sehr viel Zucker I - leider! Ca. 80% des Honigs ist Zucker I!
Aber Honig ist sehr gesund! Diesbezüglich ist in Fachliteratur zu lesen, dass gesundheitsfördernde Wirkungen nicht bewiesen sind!
Wenn Sie gerne süß essen und Honig über alles lieben, dann genießen Sie Ihren Honig. Ihr Problem mit zu viel Zucker können Sie aber mit Honig nicht lösen!
Bei Menschen, die unter Diabetes leiden, sind solche Stoffe sehr beliebt. Zuckeraustauschstoffe können im Körper insulinunabhängig verwertet werden, bei Süßstoffen müssen die empfohlenen Höchstmengen beachtet werden.
Aber auch bei Übergewichtigen sind die Stoffe sehr beliebt. Sie geben Süße, vermindern das Kariesrisiko und beugen Übergewicht vor. Dennoch hört man auch viele negativen Stimmen. Ich selbst habe lange Zeit mit Süßstoff gesüßt. Ich kann nicht sagen, dass ich dabei irgend eine negative Reaktion meines Körpers bemerkt hätte. Dennoch habe ich mich wieder dem Zucker zugewandt und verwende ihn nun sparsamer.
Obwohl diese Dinge bekannt sein dürften, möchte ich sie hier dennoch nennen. Es sind nur zwei Regeln:
Erinnern Sie sich? Wir essen zu fett, zu süß, ... Folgende Empfehlungen sprechen die Fachleute aus:
Eine andere Empfehlung ergänzt die ersten beiden sehr gut:
Und zum Senken des Zuckerkonsums möchte ich dieselbe Empfehlung wie beim Salz geben:
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