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Jesus ist die griechische Form des hebräischen Josua beziehungsweise Jeschua und bedeutet: Jahwe ist Hilfe, Rettung.
Nazareth ist der Heimatort Jesu in Galiläa. Durch Johannes 1,46 und 7,41 wird deutlich, dass sowohl das Land Galiläa als auch Nazaret bei den Juden keinen guten Ruf hatte. Galiläer und Nazarener wurden verachtet.
Nazoräer kann man auch als Nazarener wiedergeben. Allerdings sieht Matthäus (2,23) in diesem Beinamen mehr. Für ihn erfüllt sich die Prophetie aus Jesaja 11,1, wo es heißt: "Ein Spross wird hervorgehen aus dem Stumpf Isais, und ein Schössling aus seinen Wurzeln wird Frucht bringen." Dieser Spross "neser", der Frucht bringt, ist für ihn Jesus.
Die Bezeichnung "Menschensohn" steht im Alten Testament für "Mensch". In Daniel 7,13f wird der Begriff aber ein wenig anders gebraucht. Daniel sieht dort in einer Vision einen, der mit den Wolken kam und aussah wie ein Menschensohn.
Was also wollte Jesus sagen, wenn er sich als Menschensohn bezeichnete?
Mit Sicherheit wollte er damit auf sein Menschsein hinweisen. Allerdings nicht als einen versagenden Nachkommen Adams, sondern als einen Menschen vor dem Sündenfall und einen die Versuchung überwindenden Menschen.
Aber in dieser Selbstbezeichnung Jesu steckte noch weit mehr. Texte aus den Evangelien machen deutlich (Markus 14,62f und Johannes 12,34), dass Jesus durch "Menschensohn" darauf hinwies, dass er der Messias ist, der mit den Wolken kommt - der Menschensohn, der zum Gericht kommt.
Für die Juden war dies eine Gotteslästerung und Jesus sagte nicht: "Moment, ihr habt mich falsch verstanden!" Er blieb dabei, dass er genau dieser Menschensohn ist, was übrigens dazu führte, dass der Hohe Rat ihn zum Tode verurteilte!
Auch das Bekenntnis der Gottessohnschaft brachte Jesus den Tod. In Matthäus 26,63-66 werden die Begriffe Menschensohn, Messias und Gottessohn in einem genannt. Für die Hohenpriester war dies eine Gotteslästerung. Dafür musste er sterben.
Dies macht deutlich, dass Jesus der einzigartige Sohn Gottes war (und ist). Gott selbst nannte ihn in Matthäus 3,16 seinen geliebten Sohn und Jesus sprach von Gott als seinem Vater.
Als Gottes Sohn hat er die absolute Vorrangstellung vor der ganzen Schöpfung. In Kolosser 1,15ff heißt es: "Er ist das Bild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene aller Schöpfung. Durch ihn wurde ..."
Jesus ist auch der Sohn Davids. Damit wird gesagt, dass er ein Nachkomme König Davids ist. Aber auch hier geht der Inhalt der Bezeichnung tiefer. In 2. Samuel 7,12-16 ist von einem Sohn Davids die Rede, der eindeutig der Messias ist. Und in Matthäus 22,41-45 erklärt Jesus den Pharisäern, dass er nicht einfach nur ein Nachkomme Davids ist, sondern der Sohn Davids, den David selbst seinen Herrn nennt.
Wer oder was ist aber nun der Messias? "Gesalbt" heißt im Alten Testament "maschiach". Im Aramäischen wurde daraus "meschicha" und das wurde schlussendlich im Griechischen zu "Messias". Übersetzt der Grieche "Messias", so lautet der Begriff "Christos", was wiederum "Gesalbter" heißt.
Im Alten Testament wurden insbesondere Könige und Priester gesalbt. In einem ganz besonderen Sinn ist von einem Gesalbten (König) die Rede, der ein Sohn Davids ist und sein Volk befreit - Jesaja 9,5f.
Diesen Messias erwartete das Volk Israel zurzeit Jesu. Er sollte es von der Unterdrückung durch Rom befreien. Wahrscheinlich erteilte Jesus genau deshalb an seine Jünger die strenge Weisung, dass sie niemandem sagen sollten, dass er der Messias ist - Matthäus 16,20.
In Hebräer 9 ab Vers 11 wird berichtet, dass Jesus auch der andere Gesalbte ist, nämlich der Hohepriester der mit seinem eigenen Opfer das vollkommene Opfer für Sünden gebracht hat.

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