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Der Römerbrief:
Text, Auslegung & Anwendung
Römer 1,16 - 5,11:
Zusammenfassung zu "Evangelium"

In dieser Lektion möchte ich die wichtigsten Aussagen über das Evangelium sammeln, ordnen und wenn nötig, ein wenig kommentieren.

EvangeliumDas Evangelium in Römer 1 Vers 16 bis Römer 5 Vers 11!

Ausnahmsweise möchte ich die Thematik "Evangelium" bei Römer 1 Vers 1 beginnen. Den Begriff "Evangelium" kann man mit "frohe Botschaft" und / oder "gute Nachricht" übersetzen.

In den drei vorhergehenden Zusatzlektionen habe ich die Themen "Zorn Gottes", "Sünden" und "Gerechtigkeit Gottes / Rechtfertigung" behandelt. Weil alle Menschen sündigen, offenbart Gott seinen Zorn. Gottes Anliegen ist es aber, dass der Mensch wieder in den Urzustand (Adam vor dem Sündenfall - keine Feindschaft zwischen Gott und ihm - Frieden mit Gott - die Herrlichkeit der Gerechtigkeit tragend) zurückkommt. Dazu ist es nötig, dass er gerechtfertigt wird, dass ihm Gerechtigkeit angerechnet wird. Dies geschieht durch den Glauben. Wie aber erfährt der Mensch von dem allem? In Römer 10 ab Vers 14 schreibt Paulus, dass der Glaube aus der Predigt kommt, die Predigt aber beinhaltet das Evangelium (Wort Christi).

Das Evangelium vor Jesu Tod und Auferstehung

Paulus schreibt in Kapitel 1 Vers 2, dass Gott das Evangelium schon lange durch seine Propheten im Alten Testament verheißen hat. Dies beginnt schon in 1. Mose 1,15. Das Evangelium war also schon immer offenbar.

Was bewirkt das Evangelium

Im Evangelium wird die heilschaffende Gerechtigkeit Gottes offenbar (1,17). Es ist Gottes Kraft zur Rettung für jeden, der glaubt (1,16). Dies gilt für alle Menschen (also sowohl für die Juden als auch für die Heiden) (1,16).

Die Kernpunkte des Evangeliums

Im Evangelium geht es um Jesus und was er für die Menschheit getan hat. Was Jesus für die Menschheit getan hat, wird in unserem Abschnitt nicht sehr deutlich. Aber wer genau dieser Jesus ist, das erfahren wir durch folgende Verse:

  • Jesus ist der Sohn Gottes (1,3). Mit dieser Behauptung machte Jesus sich Gott gleich und diese Behauptung führte auch zu seinem Tod. Indem Jesus Gottes Sohn ist, ist er GOTT!
  • Jesus ist (der) Christus (1,3). Mit dieser Bezeichnung ist Jesus der verheißene Messias Israels.
  • Jesus ist der Christen HERR (1,3). Damit bekennen Christen, dass sie die Sklaven dieses Jesus sind. Zusätzlich steckt im Begriff "HERR" wiederum, dass Jesus dieser "HERR" des Alten Testaments ist, also Gott.
  • Es geht um den Jesus, der seine irdische Herkunft von König David ableitet (1,3). Die Stammbäume im Matthäus- und Lukasevangelium zeugen davon, dass Jesus ein Nachkomme König Davids ist.
  • Es geht um den Jesus, der von den Toten auferstanden ist (1,4).
  • Es geht um den Jesus, der aufgrund seiner Auferstehung zum Sohn Gottes mit Macht eingesetzt wurde (1,4).
  • Es geht um den Jesus, durch den Gott das verborgene der Menschen richten wird (2,16).

Paulus und das Evangelium

Gott hat Paulus dazu auserwählt, sein Evangelium bekannt zu machen (1,1). Er selbst sieht sich zudem allen Menschen gegenüber verpflichtet. Deshalb möchte er auch in Rom das Evangelium verkünden (1,15). Er setzt sich für die Verbreitung dieser guten Nachricht voll und ganz ein (1,9).

Paulus schämt sich des Evangeliums nicht. Damit sagt er aus, dass er es frei und offen bekennt (1,16). Schließlich ist es ja Gottes Kraft zur Rettung aller Menschen (1,16). Allerdings setzt diese Rettung den Glauben jedes Einzelnen an dieses Evangelium voraus (1,16).

Wichtige und persönliche Erkenntnisse

Gott war und ist es sehr wichtig, die Menschheit in den Frieden mit ihm zurückzuführen. Deshalb hat er aus dem Evangelium nie ein Geheimnis gemacht. Gleich nach dem Sündenfall verhieß er das Evangelium und begann mit dessen Offenbarung. In diesem Evangelium wird Gottes heilschaffende Gerechtigkeit offenbar. Es ist Gottes Kraft zur Rettung für jeden Menschen, der glaubt.

Im Evangelium geht es um Jesus. Paulus legt Wert darauf, diesen Jesus genauer zu beschreiben. Angesichts dessen, dass heutzutage an diesem Jesus sehr oft Abstriche gemacht werden (er ist nicht Gott, er ist nicht wirklich auferstanden, seine Abstammung von David wird angezweifelt, ...), sind diese näheren Bestimmungen sehr hilfreich. Nur in diesem Jesus ist das Heil (Apostelgeschichte 4,12). Und wer ein anderes Evangelium (einen anderen Jesus verkündet) verkündet, der ... (Galater 1,8)!

Das Evangelium beinhaltet auch, was dieser Jesus für die Menschheit getan hat. Dies führt Paulus unter dem Begriff "Glaube" näher aus (nächste Zusatzlektion).

Paulus ist sich der Kraft Gottes in diesem Evangelium bewusst. Er setzt alles daran, diese gute Nachricht überall bekannt zu machen und setzt sich dafür voll und ganz ein. Ein Schämen bezüglich des Evangeliums kennt er nicht. Er bekennt es offen. Schließlich rettet es ja jeden Menschen, der dem Evangelium glaubt (gehorcht - Römer 16,26), vor dem Zorn Gottes.

Stellen im Römerbrief Kapitel 1,16 bis 5,11:

1,1 - Gott hat Paulus dazu auserwählt, sein Evangelium bekannt zu machen.
1,2 - Gott hat das Evangelium schon lange durch seine Propheten im Alten Testament verheißen.
1,3 - Das Evangelium handelt von Gottes Sohn.
1,3 - Das Evangelium handelt von Jesus Christus.
1,3 - Das Evangelium handelt von unserem Herrn.
1,3 - Das Evangelium handelt von Gottes Sohn, der seine irdische Herkunft von David ableitet.
1,4 - Das Evangelium handelt von Gottes Sohn, der, was seine himmlische Seinsweise angeht, aufgrund seiner Auferstehung von den Toten zum Sohn Gottes mit Macht eingesetzt wurde.
1,9 - Paulus setzt sich für die Verbreitung des Evangeliums von Gottes Sohn voll und ganz ein.
1,15 - Weil Paulus allen Menschen gegenüber verpflichtet ist, möchte er auch den Römern (Christen von Rom) das Evangelium verkünden.
1,16 - Paulus schämt sich des Evangeliums nicht. Er bekennt es offen.
1,16 - Paulus schämt sich des Evangeliums nicht, weil es Gottes Kraft zur Rettung ist.
1,16 - Das Evangelium ist Gottes Kraft zur Rettung für jeden, der glaubt.
1,16 - Das Evangelium rettet alle Menschen (ob Juden oder Heiden).
1,17 - Im Evangelium wird Gottes heilschaffende Gerechtigkeit offenbar.
2,16 - Am Tag des Gerichts findet die "Enthüllung der Herzen" statt (2,12-15). Da richtet Gott das Verborgene der Menschen durch Jesus Christus und entsprechend dem Evangelium.



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