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In dieser Lektion möchte ich die wichtigsten Aussagen über Sünden, Sünder, Untreue, Gesetzesbruch, Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit sammeln, ordnen und wenn nötig, ein wenig kommentieren.
Sünden, Sünder, Untreue, Gesetzesbruch, Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit in Römer 1 Vers 16 bis Römer 5 Vers 11!In dieser Zusammenfassung wird der Unterschied zwischen Sünde und Sünden noch nicht behandelt. Da die Thematik der Sünde (der alten Natur) erst ab Kapitel 5,12 aufgegriffen wird, konzentrieren wir uns hier vorrangig auf die Sünden (die Früchte der alten Natur).
Etwas oberflächlich ausgedrückt sind Sünden Dinge, die sich nicht gehören (1,28). Was diese Dinge sind, das erfahren wir in den Versen 24-32 von Kapitel 1.
In Kapitel 2,12 schreibt Paulus, dass die, welche unter dem mosaischen Gesetz gesündigt haben, durch das mosaische Gesetz gerichtet werden. Mit anderen Worten: Sünden sind Übertretungen des mosaischen Gesetzes (Zuwiderhandlungen der Rechtsforderung Gottes (1,32)).
Dies führt uns zurück zu Kapitel 1. In Vers 18 heißt es, dass Gottes Zorn alle Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit trifft. In diesem Fall ist die Sünde der Menschen ihre Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit. Gottlos sind sie, indem sie ein unfrommes und / oder scheinfrommes Wesen haben und Gott die Anerkennung verweigern (1,21). Damit übertreten sie die 1. Gesetzestafel der 10 Gebote. Ungerechtigkeit ist die Missachtung des von Gott gegebenen Rechts, was auf die 2. Gesetzestafel der 10 Gebote hinweist.
Ein weiterer Begriff, der mit Sünde zu tun hat, ist "Treue". In Kapitel 3,3 ist von der Untreue von Juden die Rede. Hierbei geht es um die Sünde, den Bund mit Gott gebrochen zu haben.
Kapitel 1,16-32 handelt von Gottes Zorn über den nichtjüdischen Völkern. Paulus sagt, dass diese Menschen die Rechtsforderung Gottes kennen (1,32), sie aber dennoch brechen. Neben anderen Sünden wird in Vers 29 gesagt, dass sie mit jeder Art von Ungerechtigkeit erfüllt sind.
Doch die Juden sind nicht besser. Sie verurteilen zwar die Heiden, tun aber dieselben Dinge und verurteilen sich damit selbst (2,1).
Deshalb schreibt Paulus in Kapitel 3,9, dass alle Menschen (also Juden und Heiden) unter der Herrschaft der Sünde stehen. In Vers 23 fügt er hinzu: Alle Menschen haben gesündigt und haben nicht mehr die Herrlichkeit, in der Gott den Menschen ursprünglich geschaffen hatte. Indem Adam sündigte, verlor er diese Herrlichkeit (die Gerechtigkeit, die Sündlosigkeit) und seither haben alle Menschen diese Herrlichkeit nicht mehr. Wir Menschen sind ohne Ausnahme der Sünde ausgeliefert (5,6) und von daher Sünder (5,7).
Ich habe bereits darauf hingewiesen, dass alle Menschen unter der Herrschaft der Sünde stehen (3,9). Deshalb scheitern sie auch am mosaischen Gesetz und brechen es. Durch das mosaische Gesetz wird die Sünde zur Erfahrung (3,20).
Auch wenn unsere Ungerechtigkeit Gottes Gerechtigkeit beweist, ist es dennoch gerecht von Gott, wenn er uns dafür bestraft (3,5). Unsere Lüge bringt auch Gottes Wahrheit voll zur Geltung und vergrößert damit seinen Ruhm. Trotzdem werden wir als Sünder verurteilt (3,7). Die, welche meinen, dass man das Böse tun soll, damit das Gute herauskommt, werden zu Recht gerichtet (3,8).
Alle Menschen stehen unter der Herrschaft der Sünde (3,9), sündigen (3,23) und werden als Sünder verurteilt (3,7). Das Urteil für Sünde ist der Tod (1,32).
Nach Kapitel 2,8 ist dieser Tod Gottes ewiger Zorn und Grimm. Nach 2,12 beinhaltet er ewige Verlorenheit und / oder ewiges Gericht. Ich habe absichtlich jeweils "ewig" hinzugefügt. Die Folgen der Sünde sind genauso ewig wie das ewige Leben. Sie sind der ewig durchlebte Tod, die ewig durchlebte Trennung von Gott.
Gott beweist seine Liebe zu uns Menschen dadurch, dass Christus für uns starb, als wir noch Sünder waren (5,8). Er ertrug sogar im Hinblick auf das Sühneopfer Jesu die bis dahin geschehenen Sünden (3,25). Gottes große Güte, Nachsicht und Geduld möchte die Menschen zur Umkehr bringen (2,4).
Durch Jesu Sühneopfer (das Blut Jesu, das er am Kreuz vergossen hat) wird die Strafe für die Sünde gesühnt (3,25). Christus ist für die Sünde gestorben (5,6+8).
Kapitel 3,25 besagt, dass durch den Glauben an das Blut Jesu, das er am Kreuz vergossen hat, uns Sühne zugute kommt. Kapitel 4,5 ergänzt, dass der Gottlose durch den Glauben gerechtfertigt wird. Aufgrund der nachfolgenden Verse wird die Rechtfertigung durch den Glauben mit der Vergebung der Sünden in Verbindung gebracht.
Paulus zitiert das Alte Testament und schreibt: "Zu beglückwünschen sind die, deren gesetzwidrige Taten vergeben und deren Sünden zugedeckt sind (4,6). Beneidenswert ist der Mann, dem der Herr die Sünde nicht anrechnet (4,8)!"
Sünde ist Untreue Gott gegenüber. Wer sündigt, übertritt die Rechts- und Gesetzesforderungen Gottes. Sünde in Form von Gottlosigkeit heißt soviel wie das Übertreten der 1. Gesetzestafel der 10 Gebote. Dabei wird Gott die Anerkennung verweigert und ein Leben in einem unfrommen und / oder scheinfrommen Wesen geführt. Sünde ist aber auch Ungerechtigkeit. Dabei geht es um die Übertretung der 2. Gesetzestafel der 10 Gebote. Hierbei wird das von Gott vorgeschriebene Recht missachtet.
Da die Menschen unter der Herrschaft der Sünde stehen, brechen sie das mosaische Gesetz. Die Sünde wird dadurch zur Erfahrung.
Alle Menschen sind Sünder und alle Menschen haben gesündigt. Gott kann gar nicht anders, als sie zu verurteilen. Das Urteil für Sünde ist der Tod. Dieser Tod ist das Gegenteil vom ewigen Leben. Er ist der ewig durchlebte Tod. Er ist ein Leben in ewiger Trennung von Gott.
In seiner Liebe zu uns Menschen schuf Gott einen Ausweg. Indem Jesus Christus sein Blut für unsere Sünden vergoss und am Kreuz von Golgatha starb, nahm er die Strafe für unsere Sünden auf sich und wurde so zum Sühneopfer. Durch den Glauben an dieses für mich stellvertretende Sühneopfer kommt mir die Sühne zugute.
Jeder Mensch, dessen Sünden vergeben sind, ist zu beneiden und zu beglückwünschen. Er ist vom ewig durchlebten Tod zum ewigen Leben durchgedrungen.
1,18 - Gottes Zorn trifft alle Gottlosigkeit.
1,18 - Gottes Zorn trifft alle Ungerechtigkeit.
1,18 - Gottes Zorn trifft die, welche die Wahrheit durch Ungerechtigkeit unterdrücken.
1,29 - Die Menschen sind erfüllt mit jeder Art von Ungerechtigkeit.
1,32 - Die Menschen kennen Gottes Rechtsforderung.
1,32 - Wer Gottes Rechtsforderung bricht (Dinge tut, die sich nicht gehören (1,28)), hat den Tod verdient.
2,1 - Die Juden verurteilen diese Dinge und auch die Heiden, tun aber dasselbe und verurteilen sich dadurch selbst.
2,8 - Wer sich selbstsüchtig der Wahrheit widersetzt, der Ungerechtigkeit aber gehorcht (das Böse tut (2,9)), erfährt Gottes Zorn und Grimm.
2,12 - Die, welche ohne das mosaische Gesetz gesündigt haben, gehen ohne das mosaische Gesetz aufgrund ihrer Sünde verloren.
2,12 - Die, welche unter dem mosaischen Gesetz gesündigt haben, werden durch das mosaische Gesetz gerichtet werden.
3,3 - Die Juden sind untreu.
3,5 - Unsere Ungerechtigkeit erweist Gottes Gerechtigkeit.
3,5 - Dennoch ist Gott nicht ungerecht, wenn er über uns seinen Zorn verhängt.
3,7 - Auch wenn durch meine Lüge Gottes Wahrheit voll zur Geltung kommt und damit sein Ruhm vergrößert wird, werde ich trotzdem als Sünder verurteilt.
3,9 - Alle Menschen (Juden und Heiden) stehen unter der Herrschaft der Sünde.
3,20 - Durch das mosaische Gesetz wird die Sünde zur Erfahrung.
3,23 - Alle Menschen haben gesündigt und haben nicht mehr die Herrlichkeit, in der Gott den Menschen ursprünglich geschaffen hat.
3,25 - Im Hinblick auf das Sühneopfer Jesu ertrug Gott die bis dahin geschehenen Sünden.
3,25 - Durch den Glauben an das Blut Jesu, das er am Kreuz vergossen hat, kommt uns Sühne (für unsere Sünden) zugute.
4,5 - Dem, der an den glaubt (ohne Leistungen zu erbringen), der den Gottlosen rechtfertigt, wird sein Glaube zur Gerechtigkeit gerechnet.
4,7 - "Zu beglückwünschen sind die, deren gesetzeswidrige Taten vergeben und deren Sünden zugedeckt sind!
4,8 - Beneidenswert ist der Mann, dem der Herr die Sünde nicht anrechnet!"
5,6 - Als wir noch der Sünde ausgeliefert waren, ist Christus für uns gottlose Menschen gestorben.
5,8 - Gott beweist seine Liebe zu uns dadurch, dass Christus für uns starb, als wir noch Sünder waren.

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