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Der Römerbrief:
Text, Auslegung & Anwendung

Römer 1,18-32: Gottes Zorn über den Heiden

(18) Denn Gott offenbart seinen Zorn. Vom Himmel her trifft ihn alle Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit der Menschen, welche die Wahrheit durch Ungerechtigkeit unterdrücken.
(19) Denn was von Gott erkennbar ist, ist unter ihnen offenbar. Denn Gott selbst hat es ihnen offenbart.
(20) Denn seit der Erschaffung der Welt wird seine unsichtbare Wirklichkeit, das ist seine ewige Kraft und göttliche Natur, an seinen Werken mit dem Verstand erfasst. Sie haben also keine Entschuldigung.
(21) Und obwohl sie Gott kannten, haben sie ihm keine Ehre erwiesen und auch keinen Dank dargebracht. Stattdessen wurden sie in ihren Gedanken eitel und ihr unverständiges Herz wurde verfinstert.
(22) Während sie behaupteten, weise zu sein, wurden sie zu Narren.
(23) Sie vertauschten die Herrlichkeit des unvergänglichen Gottes mit Abbildern von vergänglichen Menschen und von Vögeln und von Vierfüßlern und von Gewürm.
(24) Deshalb hat Gott sie den Begierden ihres Herzens überlassen und der Unreinheit preisgegeben, sodass ihre Körper durch sie selbst geschändet wurden.
(25) Denn sie vertauschten ja die Wahrheit Gottes mit der Lüge und verehrten und dienten dem Geschöpf anstatt dem Schöpfer, der in alle Ewigkeit gepriesen ist. Amen.
(26) Deshalb hat Gott sie schändlichen Leidenschaften preisgegeben. Denn ihre Frauen vertauschten den natürlichen Geschlechtsverkehr mit dem widernatürlichen.
(27) Und genauso machten es die Männer. Statt mit Frauen natürlichen Geschlechtsverkehr zu haben, entbrannten sie in Begierde zueinander und ließen sich in schamloses Treiben untereinander ein. So empfingen sie den gebührenden Lohn ihrer Verirrung an ihrem eigenen Körper.
(28) Und weil sie sich nicht dafür entschieden haben, Gott anzuerkennen, hat Gott sie einem unbrauchbaren Denken preisgegeben, sodass sie Dinge tun, die sich nicht gehören.
(29) Sie sind erfüllt mit jeder Art von Unrecht, Bosheit, Gier, Gemeinheit, voll von Neid, Mord, Streit, Betrug und Hinterhältigkeit. Sie reden abfällig über andere,
(30) sind Verleumder, Gotthasser, Gewalttäter, Überhebliche, Prahler, erfinderisch im Bösen, den Eltern ungehorsam,
(31) unverständig, treulos, lieblos und erbarmungslos.
(32) Und obwohl sie Gottes Rechtsforderung kennen, wonach die, die so etwas tun, den Tod verdienen, tun sie es nicht nur, sondern spenden denen Beifall, die es auch tun.


Auslegung:

Gottes Zorn über den HeidenGottes Zorn über den Heiden

(1,18) Denn Gott offenbart seinen Zorn. Vom Himmel her trifft ihn alle Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit der Menschen, welche die Wahrheit durch Ungerechtigkeit unterdrücken.

Ich habe diese Verse mit "Gottes Zorn über den Heiden" überschrieben. Nun könnte man fragen, warum hier die Heiden, die nichtjüdischen Völker, angesprochen sein sollen. Dies lässt sich aus mehreren Auffälligkeiten ableiten:

  • Im ganzen Abschnitt wird trotz der deutlichen Ungerechtigkeiten das (mosaische) Gesetz nicht erwähnt.
  • Betrachtet man die Art des negativen Tuns dieser Menschen, so sind diese Laster typisch heidnische Vergehen Gott gegenüber (zum Beispiel Verehrung der Schöpfung, Homosexualität).
  • In Vers 16 ist von den Juden und Griechen die Rede. Ab Vers 18 bis 32 geht Paulus auf die Griechen (Heiden) ein. Es ist quasi eine Predigt an die Heiden.
  • Dann, in Kapitel 2 ab Vers 1, wendet er sich an einen fiktiven Gesprächspartner, der verurteilt und sich somit als Richter aufspielt. Beim Weiterlesen wird schnell deutlich, dass die Juden angesprochen sind, die verächtlich auf die Heiden herabblicken.

Paulus schreibt, dass Gott seinen Zorn offenbart. Dies geschieht nicht erst in ferner Zukunft, sondern ist sowohl zur Zeit der Briefschreibung als auch heute klar zu erkennen.

Gottes Zorn ist keine negative Gefühlswallung, die Gott nicht unter Kontrolle hat, sondern Ausdruck seiner Heiligkeit. In dieser Heiligkeit kann er nicht einfach über die Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit der Menschen hinwegsehen. Seine Heiligkeit verlangt nach einer gerechten Verurteilung.

Vers 18 beginnt mit "denn". Von Vers 16 + 17 her bedeutet dies: Weil Gott seinen Zorn offenbart, muss auch seine Gerechtigkeit offenbar sein!

Nach Vers 18 ist Gottes Zorn die Antwort auf die Sünden der Menschen.

  1. Zunächst nennt Paulus deren "Gottlosigkeit". Diese Gottlosigkeit bedeutet nicht, dass die Menschen ohne Gott sind. Nach Vers 21 kennen sie ja Gott, verweigern ihm aber Ehre und Dank. Von daher ist die Gottlosigkeit vom Zusammenhang her das unfromme Wesen der Menschen, das sich eitlen Gedanken hingibt.

  2. Als Zweites nennt Paulus die "Ungerechtigkeit" der Menschen und meint damit deren Missachtung des von Gott gegebenen Rechtes. Durch diese Ungerechtigkeit unterdrücken sie die Wahrheit. In Vers 25 sagt Paulus: "Sie vertauschen die Wahrheit Gottes mit der Lüge." Bei der Wahrheit Gottes geht es, wie man in Vers 25b erkennen kann, um die wahre Erkenntnis Gottes, die durch die Schöpfung geschieht. Sie, die Schöpfung, zeugt von der Existenz Gottes, aber diese Wahrheit wird gewaltsam unterdrückt. Sie wird geradezu verbannt. Und weil die Wahrheit (die Schöpfung) immer offenbar ist, geschieht diese Unterdrückung der Wahrheit ständig. Damit vergehen sie sich an Gott und laden Schuld / Sünde auf sich, die Gottes Zorn hervorruft. Der Zorn Gottes trifft also immer Schuldige (Vers 20 - sie haben keine Entschuldigung!).

Die Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit der Menschen sind die Ursachen für den Zorn Gottes. Im weiteren Verlauf unseres Textes werden wir zudem erkennen, dass sie auch die Auswirkungen des Zornes Gottes sind!

(19) Denn was von Gott erkennbar ist, ist unter ihnen offenbar. Denn Gott selbst hat es ihnen offenbart.

Da die Verse 19 bis 32 eigentlich nicht schwer zu verstehen sind, möchte ich sie mit Fragen und Antworten erschließen:

Was hat Gott allen Menschen (den Heiden) geoffenbart (Vers 19b)?

Es ist nicht so, dass der Mensch das von Gott Erkennbare aus sich heraus erkennen könnte. Auch ist es nicht so, dass es nur ein Teil der Menschen erkennen kann. Vielmehr sagt uns Paulus durch den Text, dass Gott es allen Menschen offenbart hat. Gott hat dieses Erkennen bewirkt. Was Menschen von ihm erkennen können, hat er selbst ihnen bekannt gemacht. Und was ist das nun, was er ihnen bekannt gemacht hat? Was hat er ihnen offenbart?

  • Vers 18: die Wahrheit!
  • Vers 19: das von Gott Erkennbare!
  • Vers 20: Seine unsichtbare Wirklichkeit, nämlich seine ewige Kraft und göttliche Natur, wird seit Erschaffung der Welt an seinen Werken (seiner Schöpfung) mit dem Verstand erfasst!

Und weil dies so ist, sagt unser Text immer wieder, dass die Menschen "wissen" und "kennen":

  • Vers 21: Sie kannten / kennen Gott!
  • Vers 23: Sie wissen um die Herrlichkeit des unvergänglichen Gottes - aber sie tauschen sie gegen ...!
  • Vers 25: Sie kennen die Wahrheit Gottes - aber sie tauschen sie gegen ...!
  • Vers 25: Sie wissen um den Schöpfer - aber sie tauschen ihn gegen ...!
  • Vers 28: Sie kennen Gott - wollen ihn aber nicht anerkennen!
  • Vers 32: Sie kennen sogar tief in ihrem Inneren die Rechtsforderung Gottes - aber ...!

(20) Denn seit der Erschaffung der Welt wird seine unsichtbare Wirklichkeit, das ist seine ewige Kraft und göttliche Natur, an seinen Werken mit dem Verstand erfasst. Sie haben also keine Entschuldigung.

In Vers 20 wird das Erkennbare näher gekennzeichnet. Paulus sagt, dass seit Erschaffung der Welt Gottes unsichtbare Wirklichkeit an seinen Werken / an seiner Schöpfung verständlich und einsichtig wahrgenommen wird. Man kann Gottes Wesen an seinen Schöpfungswerken sehen. Nach Vers 23 strahlt diese Schöpfung Gottes Herrlichkeit aus. Wenn man der Predigt (ohne Worte) der Schöpfung lauscht, dann predigt sie über ihren Schöpfer und seine Herrlichkeit (Vers 25). Und diese Predigt wird verstanden (Vers 21).

Was aber ist nun seine unsichtbare Wirklichkeit / sein unsichtbares Wesen? Paulus sagt,

  • dass es seine ewige Kraft
  • und seine göttliche Natur / Göttlichkeit ist.

Der Mensch kann also in der Schöpfung Gottes überlegene Kraft und seine Erhabenheit erkennen. In Vers 32 ist sogar noch davon die Rede, dass die Menschen auch die Rechtsforderungen Gottes kennen und um Gottes Strafmaß wissen!

(21) Und obwohl sie Gott kannten, haben sie ihm keine Ehre erwiesen und auch keinen Dank dargebracht. Stattdessen wurden sie in ihren Gedanken eitel und ihr unverständiges Herz wurde verfinstert. (22) Während sie behaupteten, weise zu sein, wurden sie zu Narren. (23) Sie vertauschten die Herrlichkeit des unvergänglichen Gottes mit Abbildern von vergänglichen Menschen und von Vögeln und von Vierfüßlern und von Gewürm.

Was erwartet Gott aufgrund des von ihm Erkennbaren?

Vers 21 sagt uns dies sehr deutlich. Gott erwartet Verherrlichung und Dank! Anders ausgedrückt: Gott erwartet Anerkennung (Vers 28)! Und zwar die Anerkennung als Schöpfer.

Ähnlich formuliert Vers 25 in Bezug auf den eingetauschten Gott. Wendet man dies auf Gott an, so erwartet er auf das Erkennen, dass man ihn verehrt und ihm dient.

Aufgrund von Vers 32 erwartet er auch, dass man gemäß seiner Rechtsforderung lebt.

Gott erwartet also, dass man ihn aufgrund der Predigt der Schöpfung anerkennt, (ver)ehrt, ihm dankt, dient und gemäß seines Willens lebt!

Und was tun die Menschen (Heiden) tatsächlich mit dem von Gott Erkennbaren?

  • Vers 18: Sie unterdrücken die Wahrheit durch Ungerechtigkeit!
  • Vers 21: Sie geben Gott keine Ehre und danken ihm nicht!
  • Vers 23: Sie tauschen Gott durch Götzen aus!
  • Vers 25: Sie machen die Wahrheit Gottes zur Lüge!
  • Vers 25: Sie verehren Geschöpfe und dienen ihnen!
  • Vers 28: Sie anerkennen Gott nicht als Schöpfer!
  • Vers 32: Sie handeln entgegen der Rechtsforderung Gottes!

Was hier steht, ist bis heute so. Die Menschen (Heiden) verbannen die erkannte Wahrheit aus ihrem Leben. Trotz des Wissens um den Schöpfer verweigern sie ihm die Anerkennung als Schöpfer. Er erfährt weder Ehre noch Dank. Sie tauschen ihn gegen Götzen ein und machen die Lüge zur neuen Wahrheit. Gottesdienst feiern sie weiterhin, allerdings gilt dieser nicht ihm.

Und was tun die Menschen (Heiden) stattdessen?

Vieles davon ist schon angeklungen.

  • Vers 21: Sie wurden in ihren Gedanken eitel - als Folge der Undankbarkeit und der Verachtung Gottes als Schöpfer. Im Grunde genommen schaffen sie sich einen gedanklichen Ersatz, der allerdings verfälscht, nichtig und eitel ist.
  • Vers 21: Ihr unverständiges Herz wird verfinstert - in Bezug auf die Anerkennung wollen sie nicht verstehen, woraus die Verfinsterung des Herzens entsteht. Beides, die eitlen Gedanken und auch das verfinsterte Herz sind auch Gericht Gottes!
  • Vers 22: In diesem Allen halten sie sich auch noch für weise, in Wirklichkeit bringt es aber ihre Dummheit zum Ausdruck.
  • Vers 25: Sie betreiben Götzendienst. Gott wird gegen Götzen ausgetauscht, die sie verherrlichen und denen sie dienen!
  • Vers 25: Sie versagen Gott den Lobpreis und den Dank. Das trifft Paulus so empfindlich, dass er sofort durch Anbetung Gottes die Ehre des Schöpfers wiederherstellt!
  • Vers 32: Sie verdrängen das Wissen um die Rechtsforderung Gottes. Stattdessen geben sie sich der Ungerechtigkeit hin.

Werden die Menschen (Heiden) einmal eine Entschuldigung haben?

Vers 20: NEIN!

(24-31) Deshalb hat Gott sie den Begierden ihres Herzens überlassen und der Unreinheit preisgegeben, sodass ihre Körper durch sie selbst geschändet wurden. (25) Denn sie vertauschten ja die Wahrheit Gottes mit der Lüge und verehrten und dienten dem Geschöpf anstatt dem Schöpfer, der in alle Ewigkeit gepriesen ist. Amen. (26) Deshalb hat Gott sie schändlichen Leidenschaften preisgegeben. Denn ihre Frauen vertauschten den natürlichen Geschlechtsverkehr mit dem widernatürlichen. (27) Und genauso machten es die Männer. Statt mit Frauen natürlichen Geschlechtsverkehr zu haben, entbrannten sie in Begierde zueinander und ließen sich in schamloses Treiben untereinander ein. So empfingen sie den gebührenden Lohn ihrer Verirrung an ihrem eigenen Körper. (28) Und weil sie sich nicht dafür entschieden haben, Gott anzuerkennen, hat Gott sie einem unbrauchbaren Denken preisgegeben, sodass sie Dinge tun, die sich nicht gehören. (29-31) Sie sind erfüllt mit jeder Art von Unrecht, Bosheit, Gier, Gemeinheit, voll von Neid, Mord, Streit, Betrug und Hinterhältigkeit. Sie reden abfällig über andere, sind Verleumder, Gotthasser, Gewalttäter, Überhebliche, Prahler, erfinderisch im Bösen, den Eltern ungehorsam, unverständig, treulos, lieblos und erbarmungslos.

Dieser Abschnitt beginnt mit "deshalb" (auch Vers 26) und bezieht sich damit auf das bisher Gesagte. Weil die Menschen Gott erkannten, ihn aber nicht anerkannten und ihn stattdessen eintauschten und ... hat Gott sie preisgegeben (überlassen). Anders ausgedrückt: Gottes Zorn urteilt über diesem Verhalten und das vorläufige Urteil des Richters im irdischen Leben der Verurteilten lautet: preisgegeben, überlassen, ausgeliefert! Sie haben sich selbst und das Geschaffene vergöttert und werden von Gott

  • den Begierden ihres Herzens preisgegeben (überlassen),
  • der Unreinheit preisgegeben,
  • schändlichen Leidenschaften preisgegeben,
  • und unbrauchbarem Denken preisgegeben.

Im Klartext heißt dies: Die Menschen haben Begierden und Gott gibt sie diesen Begierden hin. Sie können ihre Begierden leben, leben sie aber zum eigenen Verderben.

Wie hat das angefangen? In Vers 25 sagt Paulus, dass es mit der Vertauschung der Wahrheit Gottes in die Lüge begann. Anstatt den Schöpfer zu verehren und ihm zu dienen, dient man dem Geschöpf (Geschaffenen). Die Folge davon ist, dass die Menschen den Geschlechtsverkehr mit der gegenseitigen Schändung und Selbstschändung ihrer Körper vertauschen.

Und was sind nun die Begierden des Herzen und die Unreinheit (geschlechtliche Zuchtlosigkeit), mit der sich die Menschen schänden? Es sind die lesbische Liebe und die Homosexualität!

  • Beide sind widernatürlich.
  • Beide sind schändliche Leidenschaften.
  • Beide sind entbrannte Begierden.
  • Beide sind schamloses Treiben.

Was Paulus hier schreibt, ist Gottes Ansicht der Dinge. Dieser Ansicht wurde schon damals widersprochen. Und daran hat sich bis heute nichts geändert. Zur Zeit des Paulus wurde die Knabenliebe sogar als eine höhere Form der Liebe angesehen.

Der Zorn Gottes zeigt sich aber nicht nur in lesbischer Liebe und Homosexualität. Gott hat die Menschen auch einem unbrauchbaren Denken (= ein Denken ohne Maß und Norm) hingegeben, sodass sie Dinge tun, die sich nicht gehören. In den Versen 29 bis 32 zählt Paulus die "Früchte" dieser Maß- und Normlosigkeit auf:

  • (29) erfüllt mit jeder Art von Unrecht (Ungerechtigkeit),
  • Bosheit (Schlechtigkeit, Niedertracht),
  • Gier (Habgier),
  • Gemeinheit (Bosheit, Schlechtigkeit),
  • voll Neid,
  • Mord (Mordgelüste),
  • Streit (Streitsucht),
  • Betrug (List, Arglist, Hinterlist)
  • und Hinterhältigkeit (Tücke, Verschlagenheit, einander Fallen stellen).
  • Sie reden abfällig über andere (Ohrenbläser, Verbreiter übler Nachrede),

  • (30) sind Verleumder (reden öffentlich Übles),
  • Gotthasser (Gottesverächter, verachten Gott, hassen Gott),
  • Gewalttäter (Frevler, gewalttätige Menschen),
  • Überhebliche (hochmütige, stolze, arrogante Menschen),
  • Prahler (Prahlhänse, großtuerische Menschen),
  • erfinderisch im Bösen (Erfinder böser Dinge),
  • den Eltern ungehorsam (aufsässig, wollen sich den Eltern nicht unterordnen),

  • (31) unverständig (unbelehrbar, starrsinnig),
  • treulos (unbeständig, gewissenlos, unzuverlässig, halten ihre Versprechen nicht),
  • lieblos (ohne natürliche Liebe, gefühllos)
  • und erbarmungslos (unbarmherzig, ohne Herz, ohne Mitgefühl, herzlos).

  • (32) Sie tun es nicht nur selbst, sondern spenden denen Beifall (haben Wohlgefallen, finden es gut, ermuntern mit ihrem Beifall, finden es ganz toll), die es auch tun.

Das sind die Auswüchse, die ihren Ursprung im Aberkennen Gottes als Schöpfer der Welt haben. Gleichzeitig sind es aber auch die Offenbarungen des Zornes Gottes, der sie diesen Begierden und diesem maß- und normlosen Denken als Urteil preisgibt.

Natürlich darf der Text nicht dahingehend missverstanden werden, dass jeder Mensch, der Gott nicht anerkennt, all diese Laster ausübt. Was Paulus hier listet, ist gewissermaßen ein Lasterkatalog, dessen einzelne Aufzählungen in ihrer extremen Ausübung individuell zutreffen!

(32) Und obwohl sie Gottes Rechtsforderung kennen, wonach die, die so etwas tun, den Tod verdienen, tun sie es nicht nur, sondern spenden denen Beifall, die es auch tun.

Ich habe diesen letzten Vers ganz bewusst von den Versen 24-31 getrennt, um seinen Inhalt nochmals hervorzuheben:

  • Die Menschen / Wir kennen Gottes Rechtsforderung!
  • Wir wissen sogar um die gerechte Strafe für das Brechen dieser Rechtsforderung!
  • Dennoch brechen wir sie!
  • Und ermutigen durch Beifall andere, welche die Rechtsforderung ebenfalls brechen!
  • Was wohl auch soviel heißt wie: Wie schön, dass ich nicht alleine bin!

Die Menschheit kennt die Rechtsforderung Gottes. Was man tut, wenn man diese Rechtsforderung bricht, ist im vorangegangenen Lasterkatalog aufgelistet (und könnte sicherlich durch weitere Forderungen ergänzt werden).

Die Menschheit kennt auch die gerechte Strafe, die dafür verhängt werden muss. Es ist die Todesstrafe. Ihr Gottesbewusstsein - ihr Gewissen - sagt ihnen dies. Aber sie handeln entgegen diesem Wissen und kämpfen auch hier aktiv dagegen an, indem sie ihr eigenes und fremde Gewissen übertönen. Und wie geschieht dies? Durch Ermutigung in Form von Beifall (Zustimmung)!


Anwendung:

  1. Zu Vers 18: Ich könnte gut verstehen, wenn Gott aufbrausend wäre. Wenn er ab und an seine Fassung verlieren würde und wild um sich schlagen würde. Selbst für einen Jähzorn Gottes hätte ich vollstes Verständnis.

    Aber dies wäre eine völlig falsche Interpretation des Zornes Gottes. Gott ist zornig, weil seine Heiligkeit / seine absolute Reinheit über die Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit der Menschen nicht hinwegsehen kann. Sie muss gerichtet werden. Nicht durch eine zornige Handlung im Affekt, sondern durch ein gerechtes Gericht Gottes.

    Die meisten Menschen haben wohl schon hier gewaltige Probleme. Sie betrachten sich weder als gottlos noch als ungerecht. Dann hat Gott auch keinen Grund, zornig zu sein. Klar, Gottes Heiligkeit kann sich mit den genannten Ursachen für Gottes Zorn nicht vertragen. Aber sie treffen ja für die meisten Menschen nicht zu!

    Ist dies tatsächlich so, oder machen wir uns da etwas vor?

    Auch wenn wir noch ganz am Anfang des Textes stehen, hilft uns Paulus, eine andere Sichtweise der Tatsachen zu bekommen. Man könnte den Spieß umdrehen und fragen:

    Geben wir Gott die Ehre und danken wir ihm? Gottlosigkeit beinhaltet nämlich diese Verweigerung von Ehre und Dank im Lebensalltag!

    Und wie reden wir über die Schöpfung? Die Schöpfung weist auf ihren Schöpfer. Wenn wir von Evolution reden, dann ist der Schöpfer raus aus dem Spiel. Oh, ich weiß, da gibt es noch diese "frommen" Versionen der Evolutionslehre. Aber sie enthalten eben die Evolution, die mit Schöpfung recht wenig zu tun hat und den Schöpfer zum Geschöpf der Evolution machen!
  2. Ich habe schon oft erlebt, dass Menschen immer dann, wenn man ihnen das Evangelium erzählt und sie dazu ermutigt, mit Gott ins Reine zu kommen, dass sie dann auf ihre guten Werke verweisen und / oder die armen Menschen ins Spiel bringen, die noch nie etwas von "unserem" Gott gehört haben.

    Der Text belehrt uns eines Besseren. Gott ist bekannt "wie ein bunter Hund". Alle Menschen kennen ihn. Jeder geht in seiner Schöpfung spazieren. Und jedem zeigt Gott, dass die Schöpfung sein Werk ist.

    - Aber kennen und anerkennen sind zweierlei paar Stiefel. Wer kennt und anerkennt, der gibt Gott die Ehre und spricht ihm seinen Dank aus.

    - Wer ihn allerdings nur kennt, ihn also mit dem Verstand erfasst hat (Vers 20), aber nicht anerkennt, der tauscht ihn ein.

    Bei der Auslegung von Vers 20 sprach ich von der Predigt ohne Worte. Die Schöpfung predigt Gottes Herrlichkeit und seinen Schöpfer. Wenn das so ist, dann darf es gar nicht verwundern, dass Satan aus der Schöpfung Evolution macht. Evolution benötigt keinen Schöpfer. Der Schöpfer der Evolution heißt Gott Zufall. Der Schöpfer der Schöpfung hat nichts dem Zufall überlassen.

    Allgemein wird angenommen, dass die Lehre der Evolution noch recht jung ist (1809 Jean-Baptiste de Lamarck, 1838 Charles Darwin, ...). Das ist sie aber ganz und gar nicht. Und mir erscheint auch logisch, dass Gottes Widersacher die Predigt der Schöpfung stören muss. Als ich einmal die alttestamentlichen Apokryphen las, staunte ich nicht schlecht, als ich zu Weisheit 2 kam. Dort heißt es in Vers 2: "Durch blinden Zufall sind wir entstanden!" Zufall - kein Schöpfer, also keine Ehre und keinen Dank!

    Sie kennen Gott. Sie haben ihn mit Ihrem Verstand erfasst und sind Tag für Tag seiner Predigt ohne Worte ausgesetzt. Aber haben Sie ihn auch schon anerkannt? Falls dies geschehen ist, dann ehren Sie ihn in Ihrem Alltag und sagen ihm Dank. Falls dies in Ihrem Leben nicht geschieht, dann haben Sie ihn wahrscheinlich bisher nicht anerkannt. Möglicherweise verschließen Sie vor seiner Predigt die Ohren und halten ihr die Evolutionstheorie entgegen!

    Und was tun Sie mit dem, was ihr Verstand ganz genau weiß? Haben Sie dieses Wissen schon komplett ausgetauscht? Vers 20 sagt: "Sie wissen - also werden Sie keine Entschuldigung haben!"
  3. Gott ist ein Erfinder ganz besonderer Klasse. Seine Kraft, die hinter der Schöpfung steckt, ist eine überlegene und unerschöpfliche Kraft. Ein menschlicher Erfinder kommt immer wieder an seine Grenzen. Mal übersteigt das, woran er gerade arbeitet, seinen Verstand, dann wieder seine Mittel und selbst herstellen kann er auch nicht alles. Diese Grenzen kennt Gott aufgrund seiner ewigen Kraft und seines Gottseins nicht.

    Ein menschlicher Erfinder meldet seine Erfindung auf dem Patentamt an. Sobald er sein Patent oder Gebrauchsmuster hat, wird diese Erfindung ihm gut geschrieben. Manche Erfindungen sind so bahnbrechend, dass ihre Schöpfer noch Jahrhunderte später geehrt werden und in gewisser Weise auch heute noch Dankbarkeit erhalten. So sollte es auch beim Erfinder der Schöpfung sein. Ihm gebührt dafür Ehre und Dankbarkeit.

    Ein laufender Verbrennungsmotor erinnert uns an seinen Erfinder namens Nicolaus August Otto. Sein Geräusch predigt uns seinen Schöpfer, auch wenn dieser längst tot ist. Gott ist zwar nicht tot, er predigt aber dennoch durch die Schöpfung, ohne dabei Worte zu gebrauchen. Er offenbart den Menschen, dass er der Schöpfer ist.

    Doch die Menschen handeln wie beim Erfinder der Glühbirne. Allgemein wird gesagt, dass die Glühbirne 1879 von Thomas Alva Edison erfunden wurde. Doch das ist nicht wahr. Schon 1854 hat ein deutscher Uhrmacher namens Heinrich Göbel die erste gebrauchsfähige Glühlampe erfunden. Gott ist der Erfinder der Schöpfung. Alle wissen es und alle erkennen es. Doch die meisten schreiben die Schöpfung dem Zufall zu. Sie laufen auf der Patenturkunde spazieren, wissen vom Verstand her um deren Inhalt, anerkennen die Patentschrift aber nicht. Dem Schöpfer wurde seine Schöpfung aberkannt (wie derzeit einigen Politikern ihre Doktortitel). Von Heinrich Göbel wissen nur wenige. Erwähnt man Gott und bringt ihn als Schöpfer mit der Schöpfung in Verbindung, dann wissen alle davon, aber sie ziehen die Schöpfungslehre sofort in den Dreck. Wer hat's erfunden? Nein, nicht Ricola und auch nicht Gott. Die Schöpfung wird dem Götzen "Zufall" zugeschrieben!

    Doch Gott predigt weiter. Auch wenn der Zufall unsere Welt geschaffen haben soll, setzt Gott immer noch alle Hebel in Bewegung, um als der rechtmäßige Schöpfer anerkannt zu werden. Das hat auch Heinrich Göbel getan. Und es sah tatsächlich so aus, als hätte er damit Erfolg gehabt. 1893 gewann er den Prozess gegen Edison. Trotzdem blieb Göbel auf der Strecke. Noch in demselben Jahr starb er. Gott wird nicht wegsterben. Und auch wenn es so aussieht, als würde der Erfinder "Zufall" gewinnen, hat er doch verloren. Die Offenbarung des Zornes Gottes belegt dies und im Gericht werden er und seine Anhänger gerecht verurteilt werden.

    PS: Ich möchte darauf hinweisen, dass auf http://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Göbel "meine" Darstellung der Geschichte von Göbels als dem Erfinder der Glühbirne als "Legendenbildung nach Göbels Tod" bezeichnet wird!
  4. Gott erwartet, dass die Menschen ihn aufgrund der Predigt der Schöpfung

    Gottes Predigt ohne Worte- anerkennen,
    - (ver)ehren,
    - ihm danken,
    - dienen
    - und gemäß seines Willens leben!

    Wohlgemerkt, das erwartet Gott, weil die Menschen von ihm offenbart bekommen haben, dass er der Schöpfer ist. Und diese Offenbarung haben sie auch mit dem Verstand erfasst. Das ist Tatsache, das ist Fakt!

    Viele Menschen meinen nun, dass sie durch die "oberflächliche" Anerkennung einer Macht, Kraft, Energie oder eines Gottes, der hinter allem steht, schon zu Gott gehören. Laut unserem Text stehen sie aber immer noch unter dem Zorn Gottes. Wer an die wirkliche Macht, Kraft, Energie, ... "glaubt", der hat Gott als Schöpfer anerkannt, verehrt ihn (auch im Alltag), dankt ihm, dient ihm und lebt gemäß seines Willens. Und diese Früchte der Anerkennung des Schöpfers hat dieser Mensch sich nicht irgendwie zusammengereimt, sondern sie werden gemäß dessen, was Gott (in der Bibel) dazu sagt, gelebt. Ich schreibe dies nur, weil viele Menschen auch diese Früchte gemäß ihres Götzendienstes füllen. Da wird Gott synkretistisch anerkannt, verehrt, gedankt, gedient und gehorcht. Das ist nicht christlich, sondern synkretistisch scheinchristlich!

    Und das ist "in"! Es ist wirklich erstaunlich, wie sich zum Beispiel religiös esoterische Strömungen etabliert haben und mit welcher Selbstverständlichkeit deren Anhänger (und es sind viele) ihre zum Teil scheinchristliche Botschaft an den Mann bringen. Das ist niemand peinlich. Dafür schämt sich niemand. Diesem falschen Evangelium zollt man gerne Anerkennung, bringt ihm gerne Ehre, Dank, dient ihm und ist natürlich auch gehorsam!
  5. Ob Menschen nun synkretistisch scheinchristlich, religiös oder antichristlich eingestellt sind, was sie wirklich tun, ist immer dasselbe:

    - Weil ihnen Gott die Wahrheit offenbart hat, unterdrücken sie diese mit aller Gewalt durch Ungerechtigkeit!
    - Weil ihnen Gott die Wahrheit offenbart hat, ersetzen sie diese durch Lüge!
    - Weil ihnen Gott die Wahrheit offenbart hat, sie Gott aber nicht anerkennen, tauschen sie ihn gegen Götzen aus!

    Und diese Haltung, dieses aktive Ankämpfen, verändert Menschen.

    - Sie werden in ihren Gedanken eitel, also Wortverdreher, die irgendeinen nichtigen Mist verzapfen und sich damit auch noch aufblähen!
    - Sie verhärten ihr Herz (unverständiges Herz, ein nicht anerkennendes Herz), wodurch es immer finsterer wird!
    - Sie betreiben Götzendienst! Dabei denkt man oft nur an die hier beschriebenen Götzen. Aber jeder Gott, den man sich "zurechtschnitzt", ist ein Götze. Dabei kann dieser Götze recht christliche Züge haben. Er kann aber auch technisch in Form von Smartphone oder Auto oder ... daherkommen!
    - Sie geben sich der Ungerechtigkeit hin! Darauf werde ich noch gesondert eingehen.
    - Und zu allem Überfluss halten sie ihren Gottestausch mit sämtlichen zurechtgeschnitzten Inhalten und dem dazu passenden Gottesdienst für weise!

    Werden diese Menschen eine Entschuldigung haben? Nein! Sie sind schuldig!
    "Aber sie können doch gar nichts dafür!"
    Doch, sie haben nämlich erkannt, aber dennoch nicht anerkannt und stattdessen vertauscht.
    "Möglicherweise ist ihnen das aber gar nicht so bewusst!"
    Doch, denn sie haben die Wahrheit mit dem Verstand erfasst (Vers 20).

    Wo stehen Sie?
  6. Gott hasst die Sünde, aber den Sünder liebt er. Und auch wenn Gottes Zorn am Gros der Menschheit offenbar ist, muss dies noch lange nicht heißen, dass dieser Zorn Gottes (dieses Gericht Gottes) schon ewig gilt.

    - So manches den Eltern ungehorsame und sich widersetzende Kind fand den Weg zur Anerkennung Gottes!
    - Ebenso hat schon so mancher Gotteshasser zu Gott gefunden und seinen Hass in Liebe gewandelt!
    - Auch lieblose und unbarmherzige Menschen finden zu Gott!
    - Und natürlich gilt dies auch für lesbische und homosexuelle Menschen!

    Der Zorn Gottes darf auch nicht dazu führen, dass wir große Unterschiede im Umgang mit Betroffenen machen.

    - Lesbische und homosexuelle Menschen werden gerne verachtet!
    - Mit habgierigen und neidischen Menschen kommen wir zurecht!
    - Streitsüchtigen gehen wir nur aus dem Weg!
    - Verbreitern übler Nachrede hören wir vielleicht sogar gerne zu!

    Und was heißt hier überhaupt "Betroffene"? Im Grunde genommen sind wir doch alle betroffen! Christen haben zwar einen "Schutz" gegenüber solchen Auswüchsen und stehen auch nicht mehr unter dem Zorn Gottes. Dennoch zeigen sich auch in ihrem Leben ab und an solche Laster.

    - Christen sind gerne mal habgierig!
    - Christen sind auch schon mal neidisch!
    - Christen reden auch mal gerne abfällig über andere!
    - Christen vergessen auch schon mal ihre Versprechen!

    Verstehen Sie mich bitte nicht falsch. Ich möchte die Früchte der Aberkennung Gottes und seines Zornes nicht relativieren. Gott offenbart seinen Zorn - er ist bereits offenbar! Und wenn er ihn hier so deutlich zur Sprache bringt, dann ist dies sein Bemühen, dass die Menschen doch noch auf seine Predigt ohne Worte antworten. Deshalb frage ich Sie hier: In welchem Stadium der Ablehnung Gottes stehen Sie?

    Sie wissen darum, dass Gott der Schöpfer dieser Welt ist. Das ist das allernatürlichste Wissen, das sie von Gott überhaupt haben können. Oder würden Sie jemals behaupten, dass der Verbrennungsmotor nicht erfunden, sondern erevolutioniert wurde? Wenn er erfunden wurde, dann gab es da einen Erfinder, und wenn er erevolutioniert wurde, dann gab es da einen Haufen Dreck mit verschiedenen Inhalten, den man in einer Hütte für Jahrmillionen liegen ließ und viele Generationen später dann beim Öffnen der Garage (aus der Hütte war eine Garage geworden) feststellte, dass da ein Motor, ja vielleicht sogar schon das fertige Auto drin steht. Das ist absurd.

    Aber so ähnlich wird Schöpfung gelehrt. Irgendwann gab es da in grauer Vorzeit einen Knall und Jahrmillionen später hat sich daraus dann dies und jenes entwickelt. Nach menschlicher Logik müsste man hierzu sagen, dass die Erfinder dieser Theorie einen Kn... haben. Gott ist der Erfinder der Welt - ohne Knall, in 6 ganz normalen Tagen, mit Tieren, jedes in seiner Art, mit Menschen, die von Anfang an Menschen waren usw.

    Und das weiß jeder Mensch. Aber wissen heißt noch lange nicht, dass man dazu steht. Dieses Wissen verlangt, dass man Gott anerkennt. Wer dies nicht tut, beginnt die Wahrheit zu verdrehen. Er arbeitet aktiv daran, sein Wissen zu verdrängen. Sind Sie in diesem Stadium?

    Oder haben Sie schon einen ganz neuen Glauben angenommen, sozusagen den wahren Gott und echten Gottesdienst gegen einen Götzen ausgetauscht und huldigen dem? Vielleicht sogar in einer synkretistischen Art und Weise, dass das Gewissen nicht gar so rebelliert! Trotzdem ist es aber ein Tausch!

    Die Folgen stellen sich sofort ein. Ich möchte nun nicht alles wiederholen. Fest steht, dass man sich durch das Ablehnen, durch das Selbstbelügen usw. immer tiefer hineinreitet und sich damit in das Stadium des Zornes Gottes = in die gerechte Verurteilung Gottes hineinmanövriert, die bis hin zur Verhärtung führen kann. Eine Umkehr wird dann immer schwieriger.
  7. Der Mensch ist ein Gemeinschaftswesen. Er ist nicht gerne allein und schon gar nicht gerne allein in dem, was er tut. Wenn ein Christ andere Christen kennt, die ihren Weg mit Jesus ehrlich gehen, dann ist er gerne mit diesen Personen zusammen. Man nimmt auch Anteil an dem, was der andere tut und freut sich mit, wenn der Glaube gemäß dem Willen Gottes gelebt wird.

    Auch die Menschen, die im Zorn Gottes leben, sind gerne beisammen. Wenn der Einzelne die Rechtsforderung Gottes bricht, ist er dankbar, wenn der andere ihn dabei ermutigt. Schließlich gilt es, einen Kampf gegen das Gottesbewusstsein zu kämpfen. Und so freut er sich, wenn der andere ihm in seinem Tun Beifall spendet. Er genießt es auch, wenn der andere das, was er tut, toll findet.

    Aber auch der Beifallklatschende hat etwas davon. Schließlich ist er dann in seinem Rechtsbruch nicht mehr alleine. Deshalb freut er sich und ermutigt auch.

    Welche dieser Personen sind Sie?

    - Sind Sie ein Rechtsbrecher Gottes, der krampfhaft danach sucht, Gleichgesinnte zu finden, die er ermutigt, seinen Lastern nachzugehen? Und klatschen Sie, wenn Sie diesbezüglich Erfolg haben?

    - Oder sind Sie gerade dabei, in solche Kreise abzudriften und stehen in der Gefahr, auf diese Art Ermutigung hereinzufallen?

    - Vielleicht sind Sie aber ein Christ, der andere ermutigt, im Willen Gottes zu leben.

    - Oder wären Sie (sind Sie) dankbar, wenn andere Christen Sie dazu ermutigen würden (Ihnen helfen), dem Willen Gottes gemäß zu leben?

    - Welche Art Beifall spenden Sie?

    - Welche Art Beifall wünschen Sie?



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