Startseite   ❙  Datenschutz   ❙  Impressum   Wolfgang Molzahn     Verlag Wolfgang Molzahn     Social Media Button  

Verlagsbanner

Menü:   Geld & Aktien   Abnehmen & Sport   Religion & Glaube    Eigenbau & Kunst    Autor   Partnerprogramm

Glaube Banner

Menü

Kommentare - Sachbücher - Harmonien:

  • Luthers' "allerlauterstes" Evangelium: Der Römerbrief
  • Kommentar zum Römerbrief: Glaube ich falsch oder liege ich richtig?!
  • Sachbuch: Was ist Weihnachten?
  • Sachbuch: Was ist Ostern?
  • Harmonie: Eine Harmonie der vier Evangelien
  • Harmonie (Software): Eine Harmonie der vier Evangelien
  • Harmonie (Software): Eine Harmonie der Samuel-, Könige- und Chronikbücher
  • Sachbuch: Gott ist nicht prüde!

Übersicht zum Online-Römerbrief-Kommentar zum:

  • Übersicht zum Online-Römerbrief-Kommentar

Übersicht zu den Artikeln über die Karwoche bis Himmelfahrt:

  • Artikel über die Karwoche bis Himmelfahrt

Übersicht zu den Artikeln über Weihnachten:

  • Artikel über Weihnachten

Übersicht zu Literatur fürs Selbststudium:

  • Christliche Literatur fürs Selbststudium


Der Römerbrief:
Text, Auslegung & Anwendung

Römer 12,9-21: Christliches Verhalten!

  • (9) Die Liebe darf nicht geheuchelt sein!
  • Verabscheut das Böse!
  • Haltet am Guten fest!
  • (10) Seid einander in herzlicher Glaubensgeschwisterliebe zugetan!
  • Übertrefft einander in gegenseitiger Ehrerbietung!
  • (11) Lasst in eurer Einsatzbereitschaft nicht nach!
  • Seid brennend im Blick auf den Geist!
  • Dient dem Herrn!
  • (12) Freut euch über eure Hoffnung!
  • Harrt in Bedrängnis aus!
  • Lasst im Gebet nicht nach!
  • (13) Nehmt euch der Bedürfnisse der Heiligen an!
  • Gewährt eifrig Gastfreundschaft!
  • (14) Segnet eure Verfolger; segnet sie, anstatt sie zu verfluchen!
  • (15) Freut euch mit denen, die sich freuen!
  • Weint mit denen, die weinen!
  • (16) Seid untereinander eines Sinnes!
  • Seid nicht überheblich, sondern pflegt die Gemeinschaft mit einfachen Menschen!
  • Haltet euch nicht selbst für klug!
  • (17) Vergeltet niemandem Böses mit Bösem!
  • Seid allen Menschen gegenüber auf Gutes bedacht!
  • (18) Wenn es möglich ist und soweit es an euch liegt, lebt mit allen Menschen in Frieden!
  • (19) Rächt euch nicht selbst, Geliebte, sondern überlasst dies dem Zorngericht Gottes! Denn in 5. Mose 32,35 steht geschrieben: "Mein ist die Rache, ich will Vergeltung üben, spricht der Herr." (20) Vielmehr gilt nach Sprüche 25,21+22: "Wenn dein Feind hungrig ist, gib ihm zu essen, und wenn er Durst hat, gib ihm zu trinken! Denn wenn du das tust, wirst du glühende Kohlen auf seinen Kopf häufen."
  • (21) Lass dich nicht vom Bösen besiegen, sondern besiege das Böse mit Gutem!


Auslegung:

Römer 12,9-21 Christliches VerhaltenChristliches Verhalten

Paulus ermahnte in Vers 2 die Christen von Rom, ihren Verstand erneuern zu lassen. Nur dann können sie den guten Willen Gottes (er)prüfen und damit auch erkennen. In den Versen 9-21 erinnert er nun zu Beginn (9) an diesen guten Willen Gottes und fordert die Glieder der Gemeinde auf, am Guten festzuhalten. Auch in der Mitte des Abschnitts (17) erwähnt er das Gute: "Seid allen Menschen gegenüber auf Gutes bedacht!" Und am Ende (21): "Besiege das Böse mit Gutem!"

Ein Christ, der sich nach den Maßstäben dieser Welt richtet, wird am guten Willen Gottes vorbeileben. Er wird weder am Guten festhalten, noch allen Menschen gegenüber auf das Gute bedacht sein und schon gar nicht das Böse mit dem Guten besiegen!

(9) Die Liebe darf nicht geheuchelt sein!

Unser Abschnitt beginnt damit, dass Paulus die Christen von Rom (alle Christen) zu einer ungeheuchelten Liebe ermahnt. Wer heuchelt, verstellt sich, täuscht und schauspielert etwas vor. In unserem Falle ist es die Liebe, die nicht wirklich echt und wahr ist.

(9b) Verabscheut das Böse!

Echte, wahre und ungeheuchelte Liebe ekelt sich vor dem Bösen.

(9c) Haltet am Guten fest!

Und echte, wahre und ungeheuchelte Liebe verbindet (verleimt) sich ganz fest mit dem Guten. Sie klammert / krallt sich am Guten fest.

Liest man nun den ganzen Abschnitt (und auch 1. Korinther 13,4-7), dann könnte man Vers 9 als Überschrift für die Verse 10 bis 21 betrachten. Im Folgenden möchte ich versuchen, diese Dreiteilung (ungeheuchelte Liebe - Verabscheuen des Bösen - und Festhalten am Guten) auf jede Ermahnung anzuwenden:

(10) Seid einander in herzlicher Glaubensgeschwisterliebe zugetan!
Übertrefft einander in gegenseitiger Ehrerbietung!

  • (10a) Christliche Liebe ist zu anderen Christen geschwisterlich herzlich und verabscheut eine Gleichgültigkeit gegenüber den anderen (Glaubens-) Familienmitgliedern. Stattdessen setzt sie sich für eine Fürsorge und Rücksichtnahme ein.
  • (10b) Christliche Liebe äußert sich darin, dass man sich untereinander in gegenseitiger Ehrerbietung übertreffen möchte. Sie verabscheut Geringschätzung, Missachtung, Unhöflichkeit, Ablehnung und Verachtung. Stattdessen achtet sie den anderen höher als sich selbst und begegnet ihm mit Höflichkeit und Respekt.

(11) Lasst in eurer Einsatzbereitschaft nicht nach!
Seid brennend im Blick auf den Geist!
Dient dem Herrn!

  • (11a) Christliche Liebe ist jederzeit bereit (1. Petrus 3,15). Sie verabscheut Faulheit und Lässigkeit. Stattdessen setzt sie sich unermüdlich für die Sache des Herrn ein.
  • (11b) Christliche Liebe lässt sich vom Heiligen Geist "anfeuern". Sie verabscheut ein Leben nach dem Fleisch (so, wie man von Natur aus ist). Stattdessen ist sie mit leidenschaftlichem Eifer bei der Sache.
  • (11c) Christliche Liebe dient ihrem Herrn. Sie verabscheut einen sklavischen und verpflichtenden Sklavendienst gegenüber dem Herrn. Stattdessen dient sie jederzeit von Herzen und in Liebe.

(12) Freut euch über eure Hoffnung!
Harrt in Bedrängnis aus!
Lasst im Gebet nicht nach!

  • (12a) Christliche Liebe freut sich über die Hoffnung der Herrlichkeit Gottes. Sie verabscheut jegliche Art der Infragestellung der Heilsgewissheit. Stattdessen ist sie davon überzeugt, dass Gott diese Zusage erfüllen wird (5,2).
  • (12b) Christliche Liebe bleibt in Bedrängnis standhaft. Sie verabscheut jegliche Lehre, welche die positiven Auswirkungen von Bedrängnissen leugnet (5,3-5). Stattdessen ist sie sich gewiss, dass keine Bedrängnis sie jemals von der Liebe Gottes trennen kann.
  • (12c) Christliche Liebe betet unermüdlich. Sie verabscheut die Vernachlässigung des Gebets, leeres Geplapper und Bitten entgegen dem Willen Gottes. Stattdessen sucht sie die Anbetung, Danksagung und das ständige Gespräch, ohne das ein Standhalten in Bedrängnis gar nicht möglich wäre.

(13) Nehmt euch der Bedürfnisse der Heiligen an!
Gewährt eifrig Gastfreundschaft!

  • (13a) Christliche Liebe nimmt sich der Nöte seiner Glaubensgeschwister an. Sie verabscheut es, wenn diesen Heiligen Hilfe verweigert wird. Stattdessen nimmt sie sich ihrer Bedürfnisse, ihrem Mangel und / oder ihrer Nöte an und hilft, wo sie nur kann.
  • (13b) Christliche Liebe übt sich eifrig in Gastfreundschaft. Sie verabscheut die Abschottung gegenüber Glaubensgeschwistern. Stattdessen trachtet sie nach einem offenen Haus, auch in dem Wissen, dass so schon Engel beherbergt wurden (Hebräer 13,2).

(14) Segnet eure Verfolger; segnet sie, anstatt sie zu verfluchen!

  • (14) Christliche Liebe segnet die Verfolger. Sie verabscheut es, ihnen den Zorn Gottes und die Hölle zu wünschen. Stattdessen erbittet sie das Heil und den Frieden mit Gott für sie, duldet Verfolgung, redet den Lästerern gut zu und lässt sich zum Abschaum der Welt abstempeln (1. Korinther 4,12+13).

(15) Freut euch mit denen, die sich freuen!
Weint mit denen, die weinen!

  • (15a) Christliche Liebe freut sich mit den sich Freuenden. Sie verabscheut den Neid über den Grund der Freude. Stattdessen freut sie sich ohne Eifersucht, Missgunst und Bitterkeit mit.
  • (15b) Christliche Liebe weint mit den Weinenden. Sie verabscheut Kaltherzigkeit, Stolz (Ich hab's ja gleich gesagt!) und Verurteilung (Ist doch selber schuld!). Stattdessen fühlt sie weinend mit.

(16) Seid untereinander eines Sinnes!
Seid nicht überheblich, sondern pflegt die Gemeinschaft mit einfachen Menschen!
Haltet euch nicht selbst für klug!

  • (16a) Christliche Liebe trachtet nach Einmütigkeit untereinander. Sie verabscheut Spaltungen und Streit (1. Korinther 1,10). Stattdessen sehnt sie sich danach, dass alle zur Einheit des Glaubens gelangen (Epheser 4,13).
  • (16b) Christlicher Liebe ist ein hochmütiges Verhalten fremd. Sie verabscheut jegliches arrogante und anmaßende Auftreten. Stattdessen gibt sie sich gerne mit einfachen Menschen ab und geht auch geringen Diensten nach.
  • (16c) Christliche Liebe überschätzt sich nicht. Sie verabscheut menschliche Klugheit, die zu einem Narren werden lässt (Römer 1,22). Stattdessen ist sie sich bewusst, dass Gott das in den Augen der Welt Ungebildete und Schwache erwählt, um die Klugheit der Klugen und die Stärke der Starken zunichte zu machen (1. Korinther 1,26+27).

(17) Vergeltet niemandem Böses mit Bösem!
Seid allen Menschen gegenüber auf Gutes bedacht!

  • (17a) Christliche Liebe zahlt nicht mit gleicher Münze zurück. Sie verabscheut es, Böses mit Bösem heimzuzahlen. Stattdessen setzt sie die bessere Gerechtigkeit nach Matthäus 5,39+40 um, ist bereit zu leiden und Böses mit Gutem zu vergelten.
  • (17b) Christliche Liebe ist gegenüber allen Menschen auf Gutes bedacht. Sie verabscheut selbst in ihren Gedanken jegliches Böse. Stattdessen will sie für alle Menschen nur das, was in Gottes Augen gut ist.

(18) Wenn es möglich ist und soweit es an euch liegt, lebt mit allen Menschen in Frieden!

  • (18) Christliche Liebe ist auf Frieden mit allen Menschen aus. Sie verabscheut jegliche Feindseligkeit, Auseinandersetzung und Spannung. Stattdessen setzt sie alles daran, so viel an ihr liegt, mit jedem Menschen in Eintracht, Harmonie und Frieden zu leben.

(19) Rächt euch nicht selbst, Geliebte, sondern überlasst dies dem Zorngericht Gottes! Denn in 5. Mose 32,35 steht geschrieben: "Mein ist die Rache, ich will Vergeltung üben, spricht der Herr." (20) Vielmehr gilt nach Sprüche 25,21+22: "Wenn dein Feind hungrig ist, gib ihm zu essen, und wenn er Durst hat, gib ihm zu trinken! Denn wenn du das tust, wirst du glühende Kohlen auf seinen Kopf häufen."

  • (19+20) Christliche Liebe rächt sich nicht. Sie verabscheut jeglichen eigenen Hass, jegliche eigene Vergeltung und Rachsucht. Stattdessen anerkennt sie, dass Rache das Alleinrecht Gottes ist. Statt Rache füllt sie die Nöte der Feinde aus und hofft darauf, dass diese gelebte Liebe jeden Feind so beschämt, dass er sich Gott zuwendet (glühende Kohlen auf seinen Kopf häufen) (eine ähnlicher Gedanke findet sich in 1. Petrus 2,12).

(21) Lass dich nicht vom Bösen besiegen, sondern besiege das Böse mit Gutem!

  • (21) Christliche Liebe besiegt das Böse mit Gutem. Sie verabscheut das Böse und weiß darum, dass sie im Kampf gegen das Böse verlieren könnte. Stattdessen setzt sie aber alles daran, das Böse durch das Gute zu überwinden und damit auch zu besiegen.


Anwendung:

Ungeheuchelte Liebe - Verabscheuung des Bösen - Festhalten am Guten!

Christliches VerhaltenWir leben in einer Welt, die nicht nur voll geheuchelter Liebe ist, sondern Liebe auch nach den Maßstäben dieser Welt definiert. Diese Liebe verabscheut das Böse nicht. Sie fordert auf, nachlässig mit dem Bösen zu sein, es höchstens zu beklagen und dann aber mit Liebe zuzudecken. Wirkliche Liebe verabscheut aber das Böse. Sie nimmt den Kampf auf und krallt sich an das Gute.

Wie ungeheuchelte Liebe ist!

Geheuchelte Liebe verstellt sich. Sie schauspielert Liebe und täuscht sie damit nur vor (9). Wahre und echte Liebe zeigt sich anders:

  • Die Liebe zu Glaubensgeschwistern (9-13 und 15+16)
  • Ungeheuchelte Liebe ist familiär herzlich und darum bemüht, dass Glaubensgeschwister nicht herabgesetzt werden (10).
  • Ungeheuchelte Liebe lässt sich in ihrem Liebesdienst für Ihren Herrn vom Heiligen Geist leiten und ist deshalb auch jederzeit bereit (11).
  • Ungeheuchelte Liebe weiß, dass Gott ihr eine lebendige Hoffnung auf eine Ewigkeit mit ihm geschenkt hat und hält im Blick auf diese Hoffnung in Bedrängnis unermüdlich anbetend, dankend und bittend stand (12).
  • Ungeheuchelte Liebe weiß, dass das Leben hier auf Erden nicht alles ist, nimmt sich deshalb der Bedürfnisse ihrer Glaubensgeschwister an und übt sich eifrig in der Gastfreundschaft (13).
  • Ungeheuchelte Liebe kann sich mit denen, die sich freuen, freuen und weint mit denen, die weinen (15).
  • Ungeheuchelte Liebe trachtet nach Einmütigkeit, jegliche Art von Hochmut ist ihr fremd, wodurch sie sich auch eigener Klugheit verwehrt (16).

  • Die Liebe zu allen Menschen bis hin zu den Feinden (14 und 17-21)
  • Ungeheuchelte Liebe wünscht Verfolgern nur das Beste (segnet sie) (14).
  • Ungeheuchelte Liebe zahlt niemals mit gleicher Münze zurück, sondern ist für alle Menschen auf das Gute bedacht (17).
  • Ungeheuchelte Liebe will, soweit es in ihrer Macht steht, den Frieden mit jedermann (18).
  • Ungeheuchelte Liebe rächt sich niemals selbst, sondern besiegt das Böse mit Gutem (19-21).

Entspricht die Liebe, die Sie leben, diesen Anforderungen? Wo versagen Sie gänzlich und an welchen Punkten ist Verbesserungsbedarf? Schreiben Sie sich diese Punkte auf und legen sie diese an einen Ort, wo sie sie mehrmals täglich sehen und lesen und dann auch umsetzen können!

Die Voraussetzungen, diese Liebe zu leben, hat Paulus (beziehungsweise die Barmherzigkeit Gottes) in den Versen 1 und 2 angemahnt. Es sind die völlige Hingabe des Körpers an Gott und die Umgestaltung durch die Erneuerung des Verstandes!

Was ungeheuchelte Liebe verabscheut!

Die echte, wahre und ungeheuchelte Liebe ekelt sich vor dem Bösen (9). Diese Abscheu zeigt sich folgendermaßen:

  • In Bezug auf Glaubensgeschwister (9-13 und 15+16)
  • Liebe verabscheut Gleichgültigkeit, Unhöflichkeit, Ablehnung, Geringschätzigkeit und Miss- und Verachtung gegenüber Glaubensgeschwistern (10).
  • Liebe verabscheut ein Leben nach dem Fleisch, wie es sich zum Beispiel in Lässigkeit, Faulheit und einem Kadavergehorsam zeigt (11).
  • Liebe verabscheut jegliche Infragestellung der Heilsgewissheit, das nicht Anerkennen der positiven Auswirkungen von Bedrängnissen und die Vernachlässigung und jeglichen Missbrauch des Gebets (12).
  • Liebe verabscheut die Verweigerung der Gastfreundschaft und Hilfe gegenüber den Heiligen (13).
  • Liebe verabscheut neidvolles Mitfreuen und Kaltherzigkeit gegenüber Glaubensgeschwistern (15).
  • Liebe verabscheut Spaltungen, Streit, arrogantes und anmaßendes Auftreten und menschliche Klugheit (16).

  • Abscheu in Bezug auf alle Menschen bis hin zu den Feinden (14 und 17-21)
  • Liebe verabscheut, den Verfolgern den Zorn Gottes und die Hölle (nicht nur auf Erden) zu wünschen (14).
  • Liebe verabscheut selbst in den Gedanken jegliches Böse und lehnt es ab, Böses mit Bösem zu vergelten (17).
  • Liebe verabscheut Feindseligkeiten und Auseinandersetzungen (18).
  • Liebe verabscheut jeglichen Hass, Vergeltungsgedanken und Rachsucht (19+20).
  • Liebe verabscheut das Böse (21).

Teilt Ihre Liebe diese Abscheu? Welche Abscheu haben Sie bisher aus Ihrem Leben ausgegrenzt und welche Abscheu sollten Sie ausweiten? Schreiben Sie sich diese Punkte auf und legen sie diese an einen Ort, wo sie sie mehrmals täglich sehen und lesen und dann auch umsetzen können!

Die Voraussetzungen, diese Liebe, die diese Dinge verabscheut, zu leben, hat Paulus (beziehungsweise die Barmherzigkeit Gottes) in den Versen 1 und 2 angemahnt. Es sind die völlige Hingabe des Körpers an Gott und die Umgestaltung durch die Erneuerung des Verstandes!

An was ungeheuchelte Liebe festhält!

Echte, wahre und ungeheuchelte Liebe verbindet sich ganz fest mit dem Guten. Sie ist regelrecht damit verleimt (fest verbunden). Man kann auch sagen, dass die Liebe sich an das Gute klammert und festkrallt (9). Dies zeigt sich folgendermaßen:

  • Am Guten festhaltende Liebe zu Glaubensgeschwistern (9-13 und 15+16)
  • Am Guten festhaltende Liebe ist von Fürsorge und Rücksichtnahme geprägt, achtet den anderen höher als sich selbst und begegnet ihm mit Höflichkeit und Respekt (10).
  • Am Guten festhaltende Liebe ist mit Eifer bei der Sache und dient deshalb jederzeit unermüdlich von Herzen und in Liebe ihrem Herrn (11).
  • Am Guten festhaltende Liebe sucht das ständige Gespräch mit Gott, ist ihres Heils gewiss und davon überzeugt, dass keine Bedrängnis sie jemals von der Liebe Gottes trennen kann (12).
  • Am Guten festhaltende Liebe nimmt sich der Bedürfnisse, dem Mangel und / oder der Nöte der Heiligen an, hilft, wo sie nur kann und ist für ihr offenes Haus bekannt (13).
  • Am Guten festhaltende Liebe kann sich ebenso ohne Eifersucht, Missgunst und Bitterkeit mitfreuen, wie sie auch mitfühlend mitweinen kann (15).
  • Am Guten festhaltende Liebe ist bei sich an menschlicher Klugheit nicht interessiert. Sie gibt sich gerne mit einfachen Menschen ab und geht auch gerne geringen Diensten nach. Ihr ist bei alledem und vor allem wichtig, dass alle zur Einheit des Glaubens gelangen (16).

  • Am Guten festhaltende Liebe zu allen Menschen bis hin zu den Feinden (14 und 17-21)
  • Am Guten festhaltende Liebe erbittet für ihre Verfolger das Heil und den Frieden mit Gott (14).
  • Am Guten festhaltende Liebe möchte die bessere Gerechtigkeit und damit das Gesetz Christi leben. Das heißt, dass sie nur das für alle Menschen möchte, was in Gottes und nicht in der Menschen Augen gut ist (17).
  • Am Guten festhaltende Liebe möchte, so viel an ihr liegt, mit jedem Menschen in Eintracht, Harmonie und Frieden leben (18).
  • Am Guten festhaltende Liebe sucht nicht die Rache, sondern füllt die Nöte ihrer Feinde aus und hofft darauf, dass sie auf diesem Wege, Menschen zu Gott führen kann (19+20).
  • Am Guten festhaltende Liebe setzt alles daran, das Böse durch Gutes zu überwinden und damit das Böse zu besiegen (21).

Klammert / krallt sich Ihre Liebe so am Guten fest? Ist sie auf diese Weise mit dem Guten verleimt? Wo ist die Verleimung geplatzt und wo ist die Verkrallung nicht mehr so fest? Schreiben Sie sich diese Punkte auf und legen sie diese an einen Ort, wo sie sie mehrmals täglich sehen und lesen und dann auch umsetzen können!

Ich möchte ehrlich sein. Als ich damit begann, diesen Abschnitt aus Römer 12 zu erarbeiten, hatte ich nicht damit gerechnet, dass mir diese Verse so viel zu sagen haben. Dadurch aber, dass ich Vers 9 als Überschrift des Abschnitts betrachtet und auch versucht habe, diese Dreiteilung (Liebe, Abscheu, Gutes) durch alle Verse hindurch anzuwenden, bekam dieser Abschnitt so viele Verhaltensanweisungen für den christlichen Alltag, dass ich mich sehr oft angesprochen und getroffen fühlte. Falls es Ihnen genauso erging, sollten Sie Ihre Liste vielleicht auf 2, 3, 4, ... Listen verteilen und sich dann eine nach der anderen vornehmen. Ansonsten könnte es gut sein, dass Sie Ihre Liste zwar immer wieder sehen, aber aufgrund der Fülle nicht weiter beachten. Und das wollen Sie ja nicht, oder?

Natürlich möchte ich zum Schluss auch bei diesem Punkt noch darauf hinweisen, dass die Voraussetzungen, diese Liebe, die mit diesen Dingen verleimt ist, zu leben, Paulus (beziehungsweise die Barmherzigkeit Gottes) in den Versen 1 und 2 angemahnt hat. Es sind die völlige Hingabe des Körpers an Gott und die Umgestaltung durch die Erneuerung des Verstandes!



Buchempfehlungen
(Für mehr Infos klicken Sie bitte das jeweilige Cover an!)

Cover: Glaube ich falsch oder ... Cover: Was ist Weihnachten? Cover: Was ist Ostern?
Cover: Gott ist nicht prüde! Cover: Luthers allerlauterstes Evangelium





© copyright by verlag-wolfgang-molzahn.com