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Von der Verdammnis befreit(1) Jetzt gibt es also für die, die mit Christus Jesus verbunden sind, kein Verdammungsurteil mehr. (2) Denn wenn du mit Christus Jesus verbunden bist, hat dich das Gesetz des Leben schaffenden Geistes vom Gesetz der Sünde und des Todes befreit. (3) Denn was dem mosaischen Gesetz unmöglich ist, weil es durch die menschliche Existenz unter der Herrschaft der Sünde kraftlos ist, hat Gott folgendermaßen vollbracht: Er sandte seinen Sohn in einer Gestalt, die dem von der Sünde beherrschten menschlichen Dasein gleich war (in Gestalt des Fleisches der Sünde). Als Sühne für die Sünde sandte er ihn und vollzog das Urteil über die Sünde in ihrem Herrschaftsbereich (im Fleisch). (4a) So wird in uns die Rechtsforderung des mosaischen Gesetzes erfüllt.
(4b) Deshalb lassen wir uns nicht mehr von unserer eigenen Natur (nach dem Fleisch) bestimmen, sondern vom Geist. (5) Denn die, die sich von ihrer eigenen Natur (nach dem Fleisch) bestimmen lassen, streben nach dem, was die eigene Natur will (was des Fleisches ist). Die aber, die sich vom Geist bestimmen lassen, streben nach dem, was der Geist will. (6) Denn das Bestreben der eigenen Natur führt zum (bringt den) Tod, das Bestreben des Geistes aber zu Leben und Frieden. (7) Denn das Bestreben der eigenen Natur (des Fleisches) ist Feindschaft gegenüber Gott; es gehorcht dem mosaischen Gesetz Gottes nicht, es ist dazu auch nicht fähig. (8) Darum können die, die sich von ihrer eigenen Natur bestimmen lassen (im Fleisch sind), Gott nicht gefallen. (9) Ihr aber lasst euch nicht von eurer eigenen Natur bestimmen (seid nicht im Fleisch). Denn wenn Gottes Geist wirklich in euch wohnt, dann lasst ihr euch vom Geist bestimmen. Wenn aber jemand Christi Geist nicht hat, dann ist er auch nicht sein eigen.
(10) Wenn aber Christus in euch wohnt, dann ist euer Körper als Folge der Sünde zwar dem Tod verfallen, der Geist jedoch als Folge der Gerechtigkeit, die Gott euch geschenkt hat, Leben. (11) Wenn aber der Geist dessen, der Jesus von den Toten auferweckt hat, in euch wohnt, dann wird er, der Christus von den Toten auferweckt hat, auch eure sterblichen Körper durch seinen in euch wohnenden Geist lebendig machen.
(12) Wir sind also, liebe Glaubensgeschwister (Brüder), nicht mehr unserer eigenen Natur (dem Fleisch) gegenüber verpflichtet, um ihr (dem Fleisch) gemäß zu leben. (13) Denn wenn ihr nach eurer eigenen Natur (nach dem Fleisch) lebt, werdet ihr sterben. Wenn ihr aber durch die Kraft des Geistes die bösen Machenschaften eures Leibes tötet, werdet ihr leben. (14) Denn alle, die sich durch den Geist Gottes leiten lassen, sind Gottes Söhne und Töchter. (15) Denn ihr habt keinen Geist empfangen, der euch zu Sklaven macht, sodass ihr wieder in Angst leben müsstet. Ihr habt einen Geist empfangen, der euch zu Söhnen und Töchtern gemacht hat, in dem wir betend "Abba, Papi (Papa)!" rufen. (16) Dieser Geist bezeugt unserem Geist, dass wir Gottes Kinder sind. (17) Wenn wir aber Kinder sind, sind wir auch Erben - Erben Gottes und Miterben mit Christus. Miterben mit Christus werden wir allerdings nur, wenn wir jetzt mit ihm leiden. Dann werden wir auch mit ihm mitverherrlicht werden.
(18) Denn ich bin davon überzeugt, dass die Leiden der gegenwärtigen Zeit angesichts der zukünftigen Herrlichkeit, die sich an uns offenbaren wird, nicht ins Gewicht fallen.
(19) Denn die sehnsüchtig harrende Schöpfung wartet auf das Offenbarwerden der Herrlichkeit der Kinder (Söhne) Gottes. (20) Denn die Schöpfung wurde der Vergänglichkeit unterworfen. Nicht durch eigenes Verschulden, sondern weil Gott sie unterworfen hat. Damit verbunden ist aber die Hoffnung, (21) dass auch die Schöpfung selbst von der Versklavung an die Vergänglichkeit zur Freiheit der Herrlichkeit der Kinder Gottes befreit wird. (22) Denn wir wissen, dass die ganze Schöpfung bis jetzt seufzt und in Wehen liegt.
(23) Aber nicht nur sie, sondern auch wir selbst, die wir den Geist bereits als Erstlingsgabe erhalten haben, auch wir selbst seufzen in unserem Inneren und warten auf die vollständige Verwirklichung der Sohnschaft; nämlich auf die endgültige Erlösung unseres Körpers. (24) Denn unsere Errettung schließt ja diese Hoffnung ein. Eine Hoffnung aber, die man schon verwirklicht sieht, ist keine Hoffnung mehr. Denn warum sollte einer noch auf das hoffen, was er bereits verwirklicht sieht? (25) Wenn wir aber auf das hoffen, was wir nicht verwirklicht sehen, dann warten wir geduldig, bis wir es verwirklicht sehen.
(26) In gleicher Weise kommt auch der Geist unserer Schwachheit zu Hilfe. Denn wir wissen nicht, was wir bitten sollen und wie es angemessen ist. Aber der Geist selbst tritt stellvertretend mit unaussprechlichen Seufzern für uns ein. (27) Gott (Der) aber, der die Herzen erforscht, weiß, was der Geist mit seinen unaussprechlichen Seufzern sagen will, denn der Geist tritt für die Heiligen Gott gemäß ein. (28) Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alles zum Guten mitwirkt. Es sind ja Christen, die er nach seinem Plan berufen hat. (29) Denn die, die er vorher erkannt hat, die hat er auch dazu vorherbestimmt, dem Bild seines Sohnes zu entsprechen, denn er soll der Erstgeborene unter vielen Kindern Gottes (Brüdern) sein. (30) Die aber, die er vorherbestimmt hat, die hat er auch berufen. Und die, die er berufen hat, die hat er auch gerechtfertigt. Und die, die er gerechtfertigt hat, die hat er auch verherrlicht.
(31) Was sollen wir nun dazu sagen? Nachdem jetzt klar ist, dass Gott für uns ist, wer kann dann noch gegen uns sein? (32) Er hat ja nicht einmal seinen eigenen Sohn verschont, sondern ihn für uns alle in den Tod gegeben. Wird er uns dann mit ihm nicht auch alles andere schenken?
(33) Wer kann gegen Gottes Auserwählte Anklage erheben? Gott etwa, der sie freigesprochen hat?
(34) Wer kann sie verurteilen? Christus Jesus etwa, der für sie gestorben ist, mehr noch: der auferweckt wurde, zur Rechten Gottes sitzt und auch für uns eintritt?
(35) Wer kann uns scheiden von der Liebe Christi? Etwa Not, Angst, Verfolgung, Hunger, Entbehrungen, Gefahr oder unsere Hinrichtung? (36) Davon ist ja schon in Psalm 44,23 die Rede. Dort heißt es: "Deinetwegen sind wir ständig in Todesgefahr. Man betrachtet uns wie Schafe, die geschlachtet werden." (37) Aber in all diesen Situationen tragen wir durch den, der uns geliebt hat, einen überwältigenden Sieg davon.
(38) Ich bin mir ganz sicher, dass
uns je von der Liebe Gottes trennen kann. Diese Liebe Gottes ist uns in Christus Jesus, unserem Herrn, geschenkt.

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