Startseite   ❙  Datenschutz   ❙  Impressum   Wolfgang Molzahn     Verlag Wolfgang Molzahn     Social Media Button  

Verlagsbanner

Menü:   Geld & Aktien   Abnehmen & Sport   Religion & Glaube    Eigenbau & Kunst    Autor   Partnerprogramm

Was ist Weihnachten?

Menü

Kommentare - Sachbücher - Harmonien:

  • Luthers' "allerlauterstes" Evangelium: Der Römerbrief
  • Kommentar zum Römerbrief: Glaube ich falsch oder liege ich richtig?!
  • Sachbuch: Was ist Weihnachten?
  • Sachbuch: Was ist Ostern?
  • Harmonie: Eine Harmonie der vier Evangelien
  • Harmonie (Software): Eine Harmonie der vier Evangelien
  • Harmonie (Software): Eine Harmonie der Samuel-, Könige- und Chronikbücher
  • Sachbuch: Gott ist nicht prüde!

Übersicht zum Online-Römerbrief-Kommentar zum:

  • Übersicht zum Online-Römerbrief-Kommentar

Übersicht zu den Artikeln über die Karwoche bis Himmelfahrt:

  • Artikel über die Karwoche bis Himmelfahrt

Übersicht zu den Artikeln über Weihnachten:

  • Artikel über Weihnachten

Übersicht zu Literatur fürs Selbststudium:

  • Christliche Literatur fürs Selbststudium


Der Stern von Bethlehem

Stern von BethlehemDie sogenannten heiligen drei Könige wurden durch einen Stern zu Jesus geführt. Für viele Christen ist dieser Stern von Bethlehem kein natürliches Erscheinungsbild am Himmel. Sie sprechen von einem Wunder, das den Sterndeutern den Weg nach Bethlehem wies.

Andere halten den Stern von Bethlehem für ein erklärbares Geschehen. Für sie steht fest, dass an keiner Stelle des Matthäusevangeliums von einem Wunder gesprochen wird. Im Gegenteil, übersetzt man die Begriffe genau, so wird klar, dass die heiligen drei Könige in der Fachsprache der Astronomie die Geschichte des Sterns von Bethlehem erzählten.

Zwischen diesen zwei Extremen gibt es noch andere Meinungen. Da ich an die natürliche Erklärbarkeit des Sterns von Bethlehem glaube, möchte ich Ihnen diese Version nahebringen.

Die heiligen drei Könige

Beginnen wir zunächst bei den heiligen drei Königen. Sie waren nicht wirklich "heilige drei Könige", sondern Sterndeuter und Priester aus dem Heiligtum des Gottes Marduk in Babylon. Als solche kann man sie auch als Magier oder Okkultisten bezeichnen.

Der Stern von Bethlehem

Und diese Männer reimten sich ihre Sterngeschichte nicht zusammen, sondern waren Astronomen, die Himmelserscheinungen berechneten.

Als sie zu König Herodes kamen, fragten sie: "Wo finden wir den neugeborenen König der Juden? Wir haben seinen Stern im Aufgang gesehen und sind gekommen, um ihm zu huldigen?"

Da Herodes nichts von einem neugeborenen Nachfolger wusste, bekam es mit der Angst zu tun. Deshalb fragte er bei den Priestern und Schriftgelehrten nach, wo denn der verheißene Messias der Juden geboren werden sollte. Sie antworteten: "In Bethlehem in Judäa."

Daraufhin rief Herodes die Sternforscher heimlich zu sich und fragte nochmals nach, wann sie den Stern im Frühaufgang gesehen hatten und schickte sie danach nach Bethlehem.

Die "heiligen drei Könige" machten sich auf den Weg. Plötzlich war auch wieder der Stern, den sie zu Hause (im Morgenland) gesehen hatten, am Himmel, zog zunächst vor ihnen her, bis er schließlich über dem Ort, wo Jesus war, stehen blieb.

Die wissenschaftliche Erklärung des Sterns von Bethlehem

Aus dem biblischen Text erfahren wir viele Einzelheiten. Zunächst einmal ist festzuhalten, dass Herodes der Große zur Zeit der Geburt Jesu noch lebte. Da Herodes 4 vor Christus starb, muss Jesus vor 4 vor Christus zur Welt gekommen sein.

Daraus ergeben sich folgende Fragen:

  • Welchen Frühaufgang eines Sterns könnten die babylonischen Sternforscher vor 4 vor Christus berechnet und gesehen haben?
  • Konnte dieser Stern nach einer monatelangen Reise nach Israel erneut erscheinen?
  • Und zu guter Letzt: Was veranlasste die Sterndeuter dazu, im "Stern von Bethlehem" die Geburt eines jüdischen Königs zu sehen?

Diese Fragen lassen sich mit einem Geschehen aus dem Jahre 7 vor Christus beantworten.

Am 1. Nisan 3753 (= 16. März 7 vor Christus) beobachteten die Sternforscher den Frühaufgang des Jupiters und erlebten dann, wie sich Jupiter im Sternbild der Fische Saturn näherte.

Daraus stellten sie folgende Deutung auf:

Im Land der Juden wurde ein mächtiger König geboren!

Wie kam es zu dieser Deutung des Sterns von Bethlehem?

  • Zunächst einmal glaubte man damals, dass gleichzeitig mit dem Frühaufgang eines Sterns ein Mensch geboren wurde.
  • Jupiter galt im Altertum als der Königsstern.
  • Saturn war der Stern der Juden.
  • Um im Sternbild der Fische ist Jupiters Wirkung am kraftvollsten.

Deshalb war für die Sternforscher klar, dass am 16. März 7 vor Christus in Judäa ein sehr mächtiger König zur Welt gekommen war.

Und dieser Stern begleitete sie eigentlich auf dem ganzen Weg nach Bethlehem:

  • Am 16. März 7 vor Christus war der Frühaufgang des Jupiter.
  • Am 29. Mai bis 8. Juni fand die erste Konjunktion (= Stellung von zwei Gestirnen im gleichen Längengrad) von Jupiter und Saturn statt.
  • Am 24./25. Juli ihr erster Stillstand.
  • Am 15. September ihr gemeinsamer Abendaufgang.
  • Am 26. September bis 6. Oktober die zweite Konjunktion.
  • Am 12. bis 14. November ihr zweiter Stillstand.
  • Am 5. bis 15. Dezember die dritte Konjunktion.

Und wann genau waren die "heiligen drei Könige" in Jerusalem beziehungsweise Bethlehem?

In der Nacht vom 12. auf den 13. November blieb Jupiter stehen, Saturn in der Nacht vom 13. auf den 14. November.

Moderne Nachrechnungen ergaben folgende Einzelheiten:

  • Am 12. November 7 vor Christus ging um 17:19 Uhr in Jerusalem die Sonne unter.
  • Bereits in der Abenddämmerung des 12. November war der sehr helle Jupiter zu sehen.
  • Nach Sonnenuntergang des 12. November stand das Planetenpaar in südwestlicher Richtung (Bethlehem liegt ca. 8 km südwestlich von Jerusalem).

Es ist also ziemlich sicher, dass die "heiligen drei Könige" in der Nacht vom 12. auf den 13. November 7 vor Christus in Bethlehem ankamen und dem ca. 8 Monate alten Jesus huldigten.

Erwähnen möchte ich noch, dass 1925 eine babylonische Keilschrifttafel der Sternwarte Sippar am Euphrat entziffert wurde. Hauptsächlich enthielt sie die vorausberechneten Angaben über die dreifache Konjunktion der Planeten Jupiter und Saturn im Sternbild der Fische des Jahres 7 vor Christus. Solch eine große Konjunktion im gleichen Sternbild ereignet sich nur alle 794 Jahre.


Quellen:

  • Kroll, Gerhard: Auf den Spuren Jesu, St. Benno-Verlag GmbH, Leipzig, 10. Auflage 1988, Seite 63 ff
  • Ferrari d'Occhieppo: Der Stern von Bethlehem, Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co., Stuttgart 1991


Bilder

© Vanessa - Fotolia.com



Buchempfehlungen
(Für mehr Infos klicken Sie bitte das jeweilige Cover an!)

Cover: Glaube ich falsch oder ... Cover: Was ist Weihnachten? Cover: Was ist Ostern?
Cover: Gott ist nicht prüde! Cover: Luthers allerlauterstes Evangelium

Zurück zu: Artikel über Weihnachten

Möchten Sie diese Seite weiterempfehlen? Dann klicken Sie doch auf die Social-Media-Buttons Ihrer Wahl. Vielen Dank!




Rechtlicher Hinweis: Ergebnisse können nicht garantiert werden. Sie sind von Person zu Person verschieden.
Kundenmeinungen sind individuelle Fälle!

© copyright by verlag-wolfgang-molzahn.com