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Die sogenannten heiligen drei Könige wurden durch einen Stern zu Jesus geführt. Für viele Christen ist dieser Stern von Bethlehem kein natürliches Erscheinungsbild am Himmel. Sie sprechen von einem Wunder, das den Sterndeutern den Weg nach Bethlehem wies.
Andere halten den Stern von Bethlehem für ein erklärbares Geschehen. Für sie steht fest, dass an keiner Stelle des Matthäusevangeliums von einem Wunder gesprochen wird. Im Gegenteil, übersetzt man die Begriffe genau, so wird klar, dass die heiligen drei Könige in der Fachsprache der Astronomie die Geschichte des Sterns von Bethlehem erzählten.
Zwischen diesen zwei Extremen gibt es noch andere Meinungen. Da ich an die natürliche Erklärbarkeit des Sterns von Bethlehem glaube, möchte ich Ihnen diese Version nahebringen.
Beginnen wir zunächst bei den heiligen drei Königen. Sie waren nicht wirklich "heilige drei Könige", sondern Sterndeuter und Priester aus dem Heiligtum des Gottes Marduk in Babylon. Als solche kann man sie auch als Magier oder Okkultisten bezeichnen.
Und diese Männer reimten sich ihre Sterngeschichte nicht zusammen, sondern waren Astronomen, die Himmelserscheinungen berechneten.
Als sie zu König Herodes kamen, fragten sie: "Wo finden wir den neugeborenen König der Juden? Wir haben seinen Stern im Aufgang gesehen und sind gekommen, um ihm zu huldigen?"
Da Herodes nichts von einem neugeborenen Nachfolger wusste, bekam es mit der Angst zu tun. Deshalb fragte er bei den Priestern und Schriftgelehrten nach, wo denn der verheißene Messias der Juden geboren werden sollte. Sie antworteten: "In Bethlehem in Judäa."
Daraufhin rief Herodes die Sternforscher heimlich zu sich und fragte nochmals nach, wann sie den Stern im Frühaufgang gesehen hatten und schickte sie danach nach Bethlehem.
Die "heiligen drei Könige" machten sich auf den Weg. Plötzlich war auch wieder der Stern, den sie zu Hause (im Morgenland) gesehen hatten, am Himmel, zog zunächst vor ihnen her, bis er schließlich über dem Ort, wo Jesus war, stehen blieb.
Aus dem biblischen Text erfahren wir viele Einzelheiten. Zunächst einmal ist festzuhalten, dass Herodes der Große zur Zeit der Geburt Jesu noch lebte. Da Herodes 4 vor Christus starb, muss Jesus vor 4 vor Christus zur Welt gekommen sein.
Daraus ergeben sich folgende Fragen:
Diese Fragen lassen sich mit einem Geschehen aus dem Jahre 7 vor Christus beantworten.
Am 1. Nisan 3753 (= 16. März 7 vor Christus) beobachteten die Sternforscher den Frühaufgang des Jupiters und erlebten dann, wie sich Jupiter im Sternbild der Fische Saturn näherte.
Daraus stellten sie folgende Deutung auf:
Wie kam es zu dieser Deutung des Sterns von Bethlehem?
Deshalb war für die Sternforscher klar, dass am 16. März 7 vor Christus in Judäa ein sehr mächtiger König zur Welt gekommen war.
Und dieser Stern begleitete sie eigentlich auf dem ganzen Weg nach Bethlehem:
Und wann genau waren die "heiligen drei Könige" in Jerusalem beziehungsweise Bethlehem?
In der Nacht vom 12. auf den 13. November blieb Jupiter stehen, Saturn in der Nacht vom 13. auf den 14. November.
Moderne Nachrechnungen ergaben folgende Einzelheiten:
Es ist also ziemlich sicher, dass die "heiligen drei Könige" in der Nacht vom 12. auf den 13. November 7 vor Christus in Bethlehem ankamen und dem ca. 8 Monate alten Jesus huldigten.
Erwähnen möchte ich noch, dass 1925 eine babylonische Keilschrifttafel der Sternwarte Sippar am Euphrat entziffert wurde. Hauptsächlich enthielt sie die vorausberechneten Angaben über die dreifache Konjunktion der Planeten Jupiter und Saturn im Sternbild der Fische des Jahres 7 vor Christus. Solch eine große Konjunktion im gleichen Sternbild ereignet sich nur alle 794 Jahre.
Quellen:
© Vanessa - Fotolia.com

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