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Gedicht zu Weihnachten Anno 3753

Vorbemerkungen:

Im Folgenden habe ich mich darin versucht, die Weihnachtsgeschichte in Gedichtform niederzuschreiben. Dabei setzte ich mir folgende Ziele:

  • Das Weihnachtsgedicht sollte 15 zweiteilige Verse nicht überschreiten und trotzdem alle wichtigen Fakten beinhalten.
  • Es sollte zusätzlich als Akrostichon verfasst werden.
  • Und es sollte kein "erbauliches" Gedicht, sondern ein wissenschaftlich, historisch zuverlässiges Gedicht werden.

Diese Punkte machten mir die Arbeit nicht leicht. Die vielen Fakten, verbunden mit der historischen Zuverlässigkeit, erteilten dem Gedicht gelegentlich einen recht "holprigen" Charakter.

Zudem ergaben die Resultate meiner Nachforschungen eine Weihnachtsgeschichte, die der gewohnten Version etwas fremd ist und damit spontan auf eine ablehnende Haltung stoßen könnte (ich habe sie bisher auch in keiner Literatur - auch keiner englischen - in ihrer Ganzheit so beschrieben gesehen).

Nun wünsche ich Ihnen ein neugieriges Lesen meines "Weihnachtsgedichtes".

Weihnachten Anno 3753

01 Am Anfang sprach Gabriel in Nazaret zur Jungfrau Mariam:
"Jeschua, der Sohn Gottes, durch den Heiligen Geist in deinen Leib kam."

02 Bei ihrer Verwandten Elisabet im Gebirge Judas sie daraufhin für drei Monate Unterschlupf fand,
dass diese trotz ihres hohen Alters Johannes den Täufer unter ihrem Herzen trug, war ihr durch den Engel schon bekannt.

03 Chaos herrschte bei Josef, Mariams durch Vertrag an sie gebundenen Mann,
ihre Schwangerschaft vor der Heimholung kam bei ihm gar nicht gut an.

04 Drei Möglichkeiten zur Ahndung ihrer Hurerei taten sich ihm auf:
Steinigung, offen legende Scheidung, aber nur "Entlassung ohne Gründe" nahm er in Kauf.

05 Ein Engel legte Josef schließlich die Umstände dar,
drauf holte er Mariam heim, rührte sie vorerst nicht an, damit sie nach der Verheißung als Jungfrau gebar.

06 Für einige Monate kehrte nun Ruhe ein,
sie feierten Chanukka und Purim, das Fest der Rettung durch Königin Ester, im Kreise der Freunde daheim.

07 Ganz plötzlich wurde dem Ganzen durch Kaiser Augustus’ Edikt ein Ende gesetzt,
gemeinsam waren sie zur Volkszählung und Erfassung des Erbes in ihre Heimatstadt Bethlehem gehetzt.

08 Hierhin prophezeite der Prophet Micha Jeschuas Geburt,
wie des Kaisers Gier von Gott benutzt wurde, ist schon recht absurd.

09 In sechs beschwerlichen Tagen reisten die hoch schwangere Mariam und Josef bei der Verwandtschaft in Bethlehem an,
da in der Wohnstube kein Platz war, wohnten sie im Stall nebenan.

10 Jammernd Mariam bei Anbruch des 1. Nisan ihr Kindlein entband,
in der Futterkrippe der Tiere Jeschua seine erste Schlafstätte fand.

11 Kein andrer als Christus, der Retter ist's - erfuhren die Hirten aus der Engel Mund,
sie suchten ihn umgehend auf und taten dies den Eltern kund.

12 Leider waren die Sterndeuter des Gottes Marduk aus Babylon nicht ganz so schnell,
erst acht Monate später kamen sie zum königlichen Zeremoniell.

13 Mit Gold, Weihrauch und Myrrhe beladen suchten sie den neugeborenen König der Juden in Jerusalem,
Herodes der Große hatte damit ein großes Problem.

14 Nur die Hohenpriester und Schriftgelehrten wussten von Christus, geboren in Betlehem,
die Magier fragte Herodes nur aus und sagte ihnen nicht viel von alledem.

15 Ohne zu rasten folgten sie nun voller Freude dem neu aufleuchtenden Stern,
vor Jeschua niederfallend huldigten sie ihm gern.




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