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9. Nisan 3790
= 2. April 30 n. Chr.
Als Jesus und seine Jünger nicht mehr weit von Jerusalem entfernt waren, schickte er zwei voraus und gab ihnen folgende Anweisungen: "Geht in das vor euch liegende Dorf. Gleich beim Ortseingang werdet ihr eine angebundene Eselin mit einem Fohlen, auf dem noch niemand gesessen hat, finden. Bindet beide los und bringt sie zu mir. Wenn euch jemand fragt, warum ihr das tut, dann antwortet: >Der Herr braucht die Tiere und sendet sie gleich wieder zurück.<"
Die Zwei machten sich auf den Weg und fanden tatsächlich eine Eselin samt Fohlen, die an einem Tor angebunden waren. Als sie die Tiere losbanden, fragten die Eigentümer: "Warum bindet ihr sie los?"
"Der Herr braucht sie und sendet sie gleich wieder zurück", antworteten sie, und man ließ sie gewähren.
Sie brachten die Tiere zu Jesus, legten ihre Mäntel über sie und ließen Jesus auf das Fohlen steigen.
Während er nun auf diese Weise seinen Weg fortsetzte, zogen viele Menschen, die zum Passahfest gekommen waren, aus Jerusalem hinaus, um ihn zu empfangen. Sie breiteten auf der Straße ihre Mäntel aus, andere hieben auf den Feldern Palmzweige von den Bäumen und legten sie auf den Weg.
Das geschah, damit sich das, was die Propheten vorausgesagt hatten, erfüllen würde:"Sagt der Tochter Zion: Fürchte dich nicht, Tochter Zion! Dein König kommt zu dir. Er ist sanftmütig und reitet auf einem Esel, auf einem Fohlen, dem Jungen eines Lasttiers."
Seine Jünger verstanden dies nicht. Später jedoch, als Jesus auferstanden war, erinnerten sie sich daran, dass die Menschen ihn so empfangen hatten, wie es vorausgesagt war.
Der eigentliche Grund aber, warum Jesus so viele Menschen entgegengezogen waren, lag darin, dass sie von dem Wunder der Auferweckung des Lazarus gehört hatten. Augenzeugen erzählten überall davon.
Die Pharisäer sagten zueinander: "So können wir nichts ausrichten. Alle Welt läuft ihm nach!"
Als Jesus die Stelle erreichte, wo der Weg vom Ölberg hinab in die Stadt führt, brach die ganze Schar der Jünger in Freudenrufe aus. Laut priesen sie Gott für all die Wunder, die sie gesehen hatten und riefen: "Gepriesen sei der König, der im Namen des Herrn kommt! Frieden im Himmel und Herrlichkeit in der Höhe!"
Einige der Pharisäer forderten Jesus auf: "Lehrer, verbiete deinen Jüngern, so zu reden!"
Jesus antwortete ihnen: "Ich sage euch: Wenn die schweigen, dann werden die Steine schreien!"
Vor und nach Jesus drängten sich die Menschen und riefen: "Hosanna dem Sohn Davids! Gepriesen sei er, der im Namen des Herrn kommt! Gepriesen sei das kommende Reich unseres Vaters David! Hosanna in der Höhe!"
Als Jesus sich dann der Stadt näherte und sie vor sich liegen sah, weinte er über sie und sagte: "Wenn doch auch du heute erkannt hättest, was dir Frieden bringen würde! Nun aber ist es vor deinen Augen verborgen. Es kommt eine Zeit, da deine Feinde einen Wall um dich herum aufwerfen, dich belagern und dich von allen Seiten bedrängen. Du wirst zerstört und deine Kinder zerschmettert werden. Nicht ein Stein wird auf dem anderen bleiben, weil du dich in der Zeit, in der Gott dich suchte, nicht finden ließest.
Dann zog Jesus in Jerusalem ein. Dabei geriet die ganze Stadt in Aufregung. Alle fragten: "Wer ist dieser Mann?"
Und die vielen Menschen, die Jesus begleiteten, antworteten ihnen: "Das ist Jesus, der Prophet aus Nazareth in Galiläa."
Jesus ging in den Tempel. Dort trieb er alle hinaus, die Handel trieben. Die Tische der Geldwechsler und die Sitze der Taubenverkäufer warf er um und sagte: "Es steht geschrieben: >Mein Haus soll ein Haus des Gebetes sein.< Ihr aber habt es zu einer Räuberhöhle gemacht!"
Während er noch im Tempel war, kamen Blinde und Lahme zu ihm. Und er heilte sie.
Die Hohenpriester und Schriftgelehrten sahen die Wunder, die Jesus tat. Sie hörten auch den Jubel der Kinder, die im Tempel riefen: "Hosanna dem Sohn Davids!" Das erregte ihren Unwillen. Deshalb fragten sie ihn: "Hörst du eigentlich, was die da rufen?"
Jesus erwiderte: "Schon - aber habt ihr nie gelesen: >In den Mund der Unmündigen und kleinen Kinder hast du dir ein Lob gelegt?<" Dann sah er sich um, ließ sie stehen und ging, weil es schon spät geworden war, mit den Jüngern nach Bethanien. Dort übernachteten sie.
Erzählt nach Matthäus 21,1-17; Markus 11,1-11; Lukas 19,29-46 und Johannes 12,12-19.
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