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Israel versagte trotz der Gesetzesforderung(1) Liebe Glaubensgeschwister in Rom! Mein Herzenswunsch für das jüdische Volk ist, dass es gerettet wird. Dafür flehe ich auch zu Gott.
(2) Denn das kann ich bezeugen: Eifer für Gottes Sache hat es, aber sein Eifer geschieht nicht mit der richtigen Erkenntnis. (3) Denn es hat nicht erkannt, worum es bei der Gerechtigkeit Gottes geht. Stattdessen versuchte es, durch eigene Anstrengungen Gottes Gerechtigkeit zu erringen. Damit hat es sich der Gerechtigkeit Gottes nicht unterworfen.
(4) Denn das Ende des Gesetzes ist Christus. Jeder, der an ihn glaubt, wird für gerecht erklärt. (5) Wenn allerdings jemand aufgrund des Gesetzes Gerechtigkeit erlangen möchte, muss er Moses Anweisung in 3. Mose 18,5 befolgen: "Der Mensch, der das ganze Gesetz erfüllt, wird dadurch leben."
(6) Die Gerechtigkeit aus Glauben sagt aber: "Du brauchst dich nicht zu fragen: Kann denn jemand in den Himmel hinaufsteigen?" Das wäre dann so, als müsste man Christus erst von dort herabholen. (7) Oder: "Kann jemand ins Totenreich hinabsteigen?" Das wäre, als müsste man Christus erst von dort heraufholen. (8) Im Gegenteil, die Gerechtigkeit aus Glauben sagt: "Das Wort ist dir nahe. Es ist in deinem Mund und in deinem Herzen." Mit dem Wort ist die Botschaft des Glaubens gemeint, die wir predigen.
(9) Wenn du also mit deinem Mund bekennst, dass Jesus der Herr ist, und in deinem Herzen glaubst, dass Gott ihn von den Toten auferweckt hat, wirst du gerettet werden. (10) Denn wenn man mit dem Herzen glaubt, wird man für gerecht erklärt. Und man wird gerettet, wenn man diesen Herzensglauben mit dem Mund bekennt. (11) Denn die Schrift sagt in Jesaja 28,16: "Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zuschanden werden." (12) Dabei macht es keinen Unterschied, ob jemand ein Jude oder ein Nichtjude ist, denn er ist Herr über alle, und er wendet seinen Reichtum allen zu, die ihn anrufen. (13) Denn jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden.
(14) Wie soll nun das jüdische Volk den anrufen, an den es nicht geglaubt hat?
Und wie soll es an den glauben, von dem es nicht gehört hat?
Und wie soll es hören ohne einen Prediger?
(15) Und wie sollen die Prediger predigen, wenn sie nicht gesandt sind?
Aber dies alles ist geschehen und die Schrift bezeugt dies in Jesaja 52,7: "Rechtzeitig sind die gesegneten Apostel gekommen und haben die gute Nachricht verkündet!" (16) Aber nicht alle haben dem Evangelium gehorcht. Schon Jesaja sagt in Jesaja 53,1: "Herr, wer hat unserer Predigt geglaubt?"
(17) Der Glaube setzt also das Hören voraus, die Predigt aber gründet sich im Wort Christi.
(18) Hat das jüdische Volk die Botschaft etwa nicht gehört? Doch, denn in Psalm 19,5 heißt es von den Predigern: "Überall auf der ganzen Erde ist ihre Stimme zu hören und ihre Predigt ist bis in die entlegensten Gebiete der Welt vorgedrungen."
(19) Hat dann das jüdische Volk nicht erkannt, worum es in der Botschaft geht? Doch, denn schon Moses beantwortet mit 2. Mose 32,21 diese Frage: "Ich werde euch auf ein Volk eifersüchtig machen, das gar nicht mein Volk ist; ich werde euch zum Zorn über ein Volk reizen, das keine richtige Gotteserkenntnis hat." (20) Jesaja wagt sogar in Jesaja 65,1 zu sagen: "Ich habe mich von denen finden lassen, die mich nicht gesucht haben; ich habe mich denen offenbart, die nicht nach mir fragten." (21) Im Hinblick auf Israel sagte Jesaja aber in Jesaja 65,2: "Den ganzen Tag habe ich meine Hände nach einem Volk ausgestreckt, das mir gegenüber ungehorsam ist und mir ständig widerspricht."

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