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(2,1 - 3,8: Gottes Zorn über den Juden)(1) Und was ist dann der Vorzug der Juden gegenüber den Heiden? Und was ist der Nutzen der Beschneidung? (2) Nun, die Juden haben den Heiden gegenüber in jeder Hinsicht viel voraus. Zu allererst einmal ist ihnen das Wort Gottes anvertraut worden.
(3) Was ist dazu zu sagen? Hebt etwa die Untreue einiger Juden die Treue Gottes auf? (4) Niemals! Vielmehr ist es so: So wie jeder Mensch lügt, ist Gott immer aufrichtig und wahr. Das bezeugt schon Psalm 51 Vers 6: "Mit deinen Worten behältst du recht und wenn man mit dir rechtet, wirst du siegen."
(5) Wenn nun aber unsere Ungerechtigkeit Gottes Gerechtigkeit erweist, welchen Schluss sollen wir dann daraus ziehen? Etwa den, dass Gott ungerecht ist, wenn er über uns seinen Zorn verhängt? Ich rede, wie Menschen eben reden. (6) Niemals! Wie könnte Gott sonst die Welt richten?
(7) Wenn jedoch die Wahrheit Gottes durch meine Lüge voll zur Geltung kommt und damit sein Ruhm vergrößert wird, wieso werde ich dann noch als Sünder verurteilt? (8) Soll ich etwa das sagen, was einige mir verleumderisch unterstellen? Sie behaupten, ich lehre: "Lasst uns Böses tun, damit Gutes dabei herauskommt!" Deren Gericht ist gerecht.
(9) Wie ist das nun mit uns Juden? Haben wir einen Vorzug gegenüber den Heiden? Nicht unbedingt. Denn ich habe ja eben sowohl die Juden als auch die Heiden beschuldigt, dass sie alle unter der Herrschaft der Sünde stehen. (10) Das steht schon in Psalm 14,1-3 geschrieben:
(19) Wir wissen aber, dass alles, was die Heilige Schrift sagt, es an die richtet, die der Heiligen Schrift verpflichtet sind. Auf diese Weise wird jeder Mund zum Schweigen gebracht und die ganze Welt wird vor Gott schuldig. (20) Denn aufgrund von Gesetzeswerken wird kein Mensch vor Gott gerecht. Denn durch das mosaische Gesetz wird die Sünde zur Erfahrung.
(21) Jetzt aber ist ohne Mitwirkung des mosaischen Gesetzes Gottes heilschaffende Gerechtigkeit, die aber vom mosaischen Gesetz und den Propheten bezeugt wird, offenbar geworden. (22) Es ist Gottes geschenkte Gerechtigkeit, deren Grundlage der Glaube an Jesus Christus ist und die allen zugutekommt, die glauben.
Denn es gibt hier keinen Unterschied zwischen Juden und Heiden. (23) Denn alle haben gesündigt und haben nicht mehr die Herrlichkeit, in der Gott den Menschen ursprünglich geschaffen hatte. (24) Sie werden aber durch seine Gnade umsonst gerechtfertigt, durch die Erlösung, die in Christus Jesus geschehen ist.
(25) Ihn hat Gott öffentlich als einen Sühneort aufgestellt. Durch den Glauben an sein Blut, das er am Kreuz vergossen hat, kommt uns die Sühne zugute. Damit hat Gott in Bezug auf die bis dahin geschehenen Sünden, die er im Hinblick auf das Sühneopfer Jesu langmütig ertrug und ungestraft ließ, seine Gerechtigkeit bewiesen. (26) Jetzt, in unserer Zeit, beweist Gott seine Gerechtigkeit dadurch, dass er ganz gerecht den für gerecht erklärt, der an das Sühneopfer Jesu glaubt.
(27) Gibt es da noch irgendeinen Grund auf irgendetwas stolz zu sein und sich dessen zu rühmen? Bestimmt nicht! Welche Art von Gesetz schließt dies aus? Das Mosaische, welches zu Werken auffordert? Das ganz bestimmt nicht! Das Gesetz des Glaubens schließt jegliches Rühmen aus. (28) Denn wir sind der Überzeugung, dass der Mensch aufgrund des Glaubens für gerecht erklärt wird, ohne Werke, wie sie das mosaische Gesetz fordert. (29) Oder ist Gott nur der Gott der Juden, denen er das mosaische Gesetz gab? Ist er nicht ebenso der Gott der Heiden, die das mosaische Gesetz nicht haben? Ja, er ist auch der Heiden Gott. (30) Und genauso wie es nur einen Gott gibt, wird er Beschnittene und Unbeschnittene aufgrund des Glaubens für gerecht erklären.
(31) Setzen wir das mosaische Gesetz durch den Glauben außer Kraft? Auf gar keinen Fall! Wir bringen das mosaische Gesetz dadurch erst richtig zur Geltung.

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