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In allen christlichen Kirchen wird Weihnachten - die Geburt Jesu Christie - gefeiert. Aber nicht überall am selben Tag.
Im Folgenden möchte ich Ihnen einige Datums-Versionen auflisten. Genau zu schildern, wie es dazu kam, würde aber zu weit führen. In erster Linie sind zwei verschiedene Kalender dafür verantwortlich, dass das Weihnachtsfest datumsmäßig getrennte Wege geht.
Weihnachten wurde zunächst nach dem 46 vor Christus vom römischen Kaiser Julius Caesar eingeführten "Julianschen Kalender" gefeiert (als kirchlicher Feiertag ist der 25. Dezember aber erst seit 336 in Rom belegt). Da dieser "zu langsam" war, korrigierte Papst Gregor XIII. 1582 die entstandene Abweichung durch die Einführung des "Gregorianischen Kalenders". Dass dieser Kalender nicht sofort überall anerkannt wurde, liegt auf der Hand. Sowohl die protestantische- als auch die orthodoxe Kirche wollten die päpstliche Vorschrift nicht anerkennen und behielten deshalb den "Julianischen Kalender" bei.
Überall dort, wo der "Gregorianische Kalender" anerkannt wurde, feierte man fortan Weihnachten am 25. Dezember (nach dem "Gregorianischen Kalender").
Wo weiterhin am "Julianischen Kalender" festgehalten wurde, feierte man auch am 25. Dezember Weihnachten - nach dem "Gregorianischen Kalender" war dies allerdings schon der 7. Januar.
Im Laufe der Zeit setzte sich aber der "Gregorianische Kalender" durch. In Europa etablierte er sich im 18. Jahrhundert. In orthodoxen Ländern später.
Die orthodoxe Kirche Russlands hielt aber am "Julianischen Kalender" fest und feiert deshalb bis heute Weihnachten am 7. Januar nach dem "Gregorianischen Kalender".
Aber wie kam man überhaupt auf den 25. Dezember? Ein Erklärungsansatz besagt, dass in der Antike die Wintersonnenwende am 25. Dezember datiert wurde. Ab diesem Tag werden die Tage immer länger und das Licht setzt sich über die Dunkelheit durch. Und da Jesus von sich sagte, dass er das Licht der Welt ist, feierten die Christen an diesem Tag Weihnachten.
In der heidnisch-römischen Kultur feierte man den 25. Dezember zu Ehren des "unbesiegbaren Sonnengottes". Nach einem weiteren Erklärungsversuch sollen die Christen Weihnachten dem heidnischen Festtag bewusst entgegengesetzt haben, was von anderer Stelle angezweifelt wird.
Ein weiterer Erklärungsansatz besagt, dass Maria am 25. März vom Engel mitgeteilt bekam, dass sie durch den Heiligen Geist schwanger sei (Fest "Mariä Verkündigung" am 25. März). Man rechnete neun Monate hinzu und legte die Geburt Jesu auf den 25. Dezember fest.
Dieses Datum hat mit dem lateinischen und dem griechischen Christentum zu tun. Im lateinischen Christentum war am 25. Dezember Weihnachten - im griechischen Christentum am 6. Januar. Schlussendlich wurden dann beide Tage gefeiert. Im lateinisch geprägten Christentum Weihnachten am 25. Dezember und am 6. Januar Heilige drei Könige - und im griechisch geprägten Christentum am 25. Dezember Weihnachten und Heilige drei Könige und am 6. Januar die Taufe Jesu.
In Armenien wird Weihnachten am 6. Januar nach den "Julianischen Kalender" gefeiert. Nach dem "Gregorianischen Kalender" ist dies allerdings schon der 19. Januar!
In der Bibel finden wir kein Datum für die Geburt Jesu. Allerdings könnte man ein solches aus der Geschichte um den Stern von Bethlehem und den heiligen drei Königen ableiten. Falls dieser Stern kein Wunder Gottes war, sondern natürlich zu erklären wäre - was vom biblischen Text her sehr nahe liegt - dann ist Jesus wahrscheinlich am 16. März 7 vor Christus zur Welt gekommen!
Ausführliche Erläuterungen dazu finden Sie auf der Stern-von-Bethlehem-Unterseite.
Quellen:

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