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Wichtig: Diese Unterseite ist Teil V einer siebenteiligen Serie. Die Zusammenstellung dieser Serie finden Sie HIER. Bitte beginnen Sie mit der Lektüre bei Teil I und erarbeiten Sie sich die Texte fortlaufend bis Teil VII.
Dies ist die Fortsetzung von Teil IV!
Gottes Zorn über den JudenBei all dem, was Paulus in Kapitel 2,1-24 sagt, bleibt dem Juden die Spucke weg. Er kann sich nun quasi nur noch auf die Beschneidung berufen. In den Versen 25-29 macht Paulus klar, wie viel diese Berufung auf die Beschneidung "wert" ist.
Zunächst einmal ist aber wichtig, dass die Erwähnung der Beschneidung ein Hinweis darauf ist, dass Gott mit Israel (den Juden) einen Bund geschlossen hat (1. Mose 17,9-14). Die Beschneidung ist das Bundeszeichen (ab Abraham) und der "Vertrags"-Inhalt dieses Bundes ist das Gesetz (mit Mose).
Als Formel betrachtet, lautet diese Rechnung:
Bundeszeichen Beschneidung = Bund mit Gott + Gesetz
Die wirkliche Formel ist aber eine ganz andere:
Bundesangebot
+ Annahme des Bundesangebotes
=
Unterordnung unter das Gesetz
+ Bundeszeichen (äußerliche Beschneidung verweist dann auf innere Beschneidung)
Vers 25 sagt uns, dass nur da, wo man sich um den Bundesinhalt kümmert, die Beschneidung zum echten Bundeszeichen wird. Da, wo des Juden Wesenszug und Lebensinhalt nicht das gute Werk ist, da nützt ihm auch sein Bundeszeichen nichts. Es wird sogar zum Unbeschnittensein. Am Tag des Gerichts wird er dann weder Sohn Abrahams noch ein Glied des Bundesvolkes sein. Der Jude ist dann ein Heide!
Und was kann man umgekehrt über den unbeschnittenen Heiden sagen, der das Gesetz befolgt?
Wie unterscheiden sich die falschen von den echten Juden (29+27)?
Der Inhalt der Verse 25-29 liest sich so, als ob die Begriffe Jude und Heide bzw. Jude und Nichtjude keine Rolle mehr spielen würden. Ein Jude kann zum Nichtjuden werden und ein Heide zum Juden. Die Abstammung ist nicht mehr von Bedeutung. Dieser Schluss darf auf gar keinen Fall gezogen werden - vgl. insbesondere Kapitel 11,22-36. In unserem Abschnitt wird in Vers 5 und 16 auf den Tag des Gerichts verwiesen. Dort wird das verborgene der Herzen offenbar und Vers 26 sagt Paulus: "Wenn der Unbeschnittene die Forderungen des mosaischen Gesetzes befolgt, gilt er als Beschnittener = wird ihm das als Beschneidung angerechnet!

Gott schließt mit jedem, der Christ wird, einen Bund. Es ist der sogenannte Neue Bund. Auch dieser Bund beinhaltet ein Bundesangebot, nämlich das Evangelium von Jesus Christus an alle Menschen. Wer dieses Angebot annimmt, mit dem vollzieht Gott den Bundesschluss. Er wird begnadigt und der Gemeinde Jesu Christi hinzugetan. Als Bundeszeichen ließ man sich daraufhin im Urchristentum taufen und unterstellte sich zudem dem Gesetz Christi. Das ist die "Formel" des Christseins:
Bundesangebot Evangelium
+ Annahme des Bundesangebotes
=
Bundeszeichen der Taufe
+ Unterordnung unter das Gesetz Christi
Im Laufe der Jahrhunderte wurde die "Formel" geändert. Sie lautet mittlerweile:
Taufe = Bund mit Gott + 10 Gebote
Das ist die Formel der Namenschristen. Das ist die Formel, die man heute Gott unter die Nase reiben möchte. Und das ist die Formel, die im Gericht Gottes genauso wenig Bestand haben wird, wie die Formel der Juden (Beschneidung = Bund mit Gott + Gesetz).
Warum?
Weil diese Rechnung noch größere Fehler beinhaltet, als die Rechnung der Juden. Jede Komponente der Formel der Namenschristen ist durch und durch falsch belegt. Lassen Sie mich das kurz aufzeigen:
Die Rechnung geht also nie und nimmer auf. Sie ist durch und durch falsch! Die eigentliche Formel hat auch eine ganz besondere Eigenart. Sie darf nämlich niemals umgestellt werden. Sobald man sie umstellt ist nämlich der Wurm drin und die Hauptsache in Gefahr. Mit anderen Worten:
Welche Formel ist zum Inhalt Ihres Lebens geworden?
Die verdrehte Formel, die alle Komponenten falsch belegt und den Bund mit Gott zum Ergebnis einer Handlung ohne persönliche Entscheidung herabsetzt?
Taufe = Bund mit Gott + 10 Gebote
Dann sind Sie ein Namenschrist. Dann wird sich Ihr Bund mit Gott am Tage des Gerichts in Luft auflösen. Es hat ihn nie gegeben!
Die Formel Ihres Lebens muss mit der Annahme des Bundesangebotes beginnen. Dann sind Sie Christ. Und dann werden Sie nicht einmal in jenes Gericht kommen, denn Sie werden vom Tod ins ewige Leben übergehen. Und wenn Sie begriffen haben, welch große Begnadigung Sie da erleben durften, dann werden Sie im Bundeszeichen der Taufe zeigen, dass Gott Ihre Sünden abgewaschen hat und sich von ganzem Herzen dem Gesetz Christi unterordnen!
Weiter mit Teil VI!

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