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In der Karwoche trat Simon Petrus immer wieder auf besondere Art und Weise in Erscheinung:
Das tragische der Verleugnung Jesu durch Petrus ist, dass Jesus wenige Stunden vorher mit ihm im Kreise der Jünger darüber gesprochen hatte. Jesus hatte gesagt, dass er sie verlassen würde.
Und Petrus wollte mit.
Jesus antwortete ihm daraufhin, dass dies nicht möglich sei.
Und Petrus fragte nach dem "Warum" und beteuerte, dass er sein Leben für ihn lassen würde.
Jesus sprach dann zu allen und sagte, dass sie sich in dieser Nacht an ihm ärgern würden.
Und Petrus antwortete: "Ich nicht. Niemals!"
Und Jesus sagte zu ihm: "Der Teufel hat euch alle begehrt. Aber ich habe für dich gebetet, dass dein Glaube nie aufhört. Und wenn du dann wieder auf dem richtigen Weg bist, dann stärke den Glauben deiner Brüder!"
Und Petrus beteuerte, dass er dazu bereit ist, mit Jesus ins Gefängnis oder in den Tod zu gehen.
Jesus erwiderte: "Noch bevor heute Nacht der Hahn zwei Mal kräht, wirst du mich drei Mal verleugnen und behaupten, dass du mich nicht kennst."
Petrus hatte sich in Gefahr gebracht. Beim Verhör Jesu vor dem Hohenpriester Kaiphas hatte er sich in den Hof von dessen Amtspalast einschleusen lassen. Er wollte den Prozess hautnah verfolgen.
Es war kalt. Deshalb hatten die Diener im Hof ein Kohlefeuer gemacht. Sie setzten sich darum und wärmten sich auf. Petrus setzte sich zu ihnen. Plötzlich kam eine Dienerin - die Türsteherin - des Hohenpriesters ans Feuer, musterte ihn genau und meinte dann: "Bist du nicht auch einer von den Jüngern dieses Mannes? Doch - auch du warst mit diesem Jesus, dem Galiläer aus Nazareth zusammen!"
Aber Petrus stritt es vor allen ab und sagte: "Ich weiß nicht, wovon du redest! Ich kenne ihn nicht und bin auch nicht der, von dem du sprichst."
Danach ging er zum Eingangstor. Wieder kam die Dienerin und sagte zu denen, die dort standen: "Der da ist einer von ihnen."
Eine andere Dienerin sagte ebenfalls zu den Leuten: "Dieser war mit Jesus, dem Nazoräer."
Jemand anderes wurde noch auf ihn aufmerksam und sagte. "Du bist auch einer von denen!"
Da leugnete Petrus mit einem Eid und sagte: "Ich bin's nicht. Ich kenne diesen Menschen nicht!"
Etwa eine Stunde später erklärte wieder jemand anderes aus voller Überzeugung: "Natürlich, der war auch mit ihm zusammen. Er ist ja auch ein Galiläer."
Ein Verwandter von Malchus, dem Petrus das Ohr abgehauen hatte, sagte: "Hab ich dich nicht mit Jesus zusammen im Garten gesehen?"
Kurz darauf fingen die Umstehenden an: "Natürlich gehörst du zu den Jüngern. Deine Sprache verrät dich. Du bist auch ein Galiläer!"
Da begann Petrus Verwünschungen auszusprechen und schwor: "Ich weiß nicht, wovon ihr sprecht. Ich kenne den Menschen nicht, von dem ihr redet!"
Und während er dies beteuerte, krähte der Hahn zum zweiten Mal. Und Jesus wandte sich um und sah Petrus an. Und Petrus erinnerte sich daran, wie Jesus zu ihm gesagt hatte: "Bevor der Hahn heute Nacht zwei Mal kräht, wirst du mich drei Mal verleugnen."
Petrus verließ den Hof und weinte bitterlich.
Wochen nach seiner Auferstehung bereitete Jesus einigen seiner Jünger einen großen Fischfang. Danach frühstückte er mit ihnen und fragte hinterher Petrus: "Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich mehr als irgendein anderer von euch?"
Petrus antwortete: "Ja Herr, du weißt, dass ich dich lieb habe!"
Darauf sagte Jesus zu ihm: "Weide meine Lämmer!"
Ein zweites Mal fragte ihn Jesus: "Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich?"
Petrus antwortete: "Ja Herr, du weißt, dass ich dich lieb habe!"
Darauf sagte Jesus zu ihm: "Hüte meine Lämmer!"
Ein drittes Mal fragte ihn Jesus: "Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich?"
Dass Jesus ihn noch einmal fragte, machte Petrus traurig. Er antwortete: "Herr, du weißt alles. Du weißt, dass ich dich lieb habe."
Darauf sagte Jesus zu ihm: "Weide meine Lämmer!"
Jesus fuhr fort: "Als du noch jung warst, hast du dir den Gürtel selbst umgebunden und bist dahin gegangen, wohin du wolltest. Wenn du aber alt geworden bist, wirst du deine Hände ausstrecken. Und ein anderer wird dir den Gürtel umbinden und wird dich dahin bringen, wohin du nicht willst."
Jesus sagte auf diese Art Petrus voraus, auf welche Weise er sterben und gleichzeitig Gott verherrlichen würde.
Abschließend sagte er zu Petrus: "Folge mir nach!"

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