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Ostern
Jesu Auferstehung und seine Erscheinungen

Das Erdbeben - 9. April 30 n. Chr.

Grab JesuAm Ostersonntag, noch vor Tagesanbruch, ereignete sich ein großes Erdbeben. Ein Engel war aus dem Himmel herabgekommen und hatte den Stein vom Grab Jesu weggewälzt. Danach setzte er sich darauf. Er leuchtete wie ein Blitz und sein Gewand war schneeweiß.

Als die Grabwächter ihn sahen, zitterten sie vor Angst, fielen zu Boden und blieben wie tot liegen. Wenig später hatten sie sich erholt und eilten nach Jerusalem, um den Hohenpriestern das Geschehene zu berichten.

Mehrere Frauen im leeren Grab

In der Morgendämmerung gingen mehrere Frauen zum Grab. Sie hatten wohlriechende Öle dabei. Unter ihnen waren Maria Magdalena, Maria, die Mutter des Jakobus, Salome und Johanna. Unterwegs sprachen sie darüber, wer ihnen wohl den Stein wegwälzen würde (Der Engel wälzte den Stein nicht weg, damit Jesus aus dem Grab heraus konnte, sondern dass die Besucher des Grabes ins Grab hinein konnten!). Als die Sonne gerade aufgegangen war kamen sie zum Grab und sahen, dass der Stein bereits weggewälzt war. Sie gingen ins Grab und mussten feststellen, dass der Leichnam Jesu fehlte.

Maria Magdalena eilt zu den Jüngern

Maria Magdalena lief sofort zu Simon Petrus und den anderen Jüngern und informierte sie darüber, dass der Leichnam Jesu verschwunden war.

Die anderen Frauen begegnen Engeln

Die anderen Frauen waren am Grab geblieben. Plötzlich standen zwei Engel mit strahlenden Gewändern bei Ihnen. Einer davon, der wie ein junger Mann aussah, setzte sich auf der rechten Seite hin und sprach die völlig verängstigten Frauen an: "Habt keine Angst. Ihr sucht Jesus von Nazareth, den Gekreuzigten. Warum eigentlich sucht ihr den Lebendigen bei den Toten? Er ist nicht hier. Er ist auferstanden, wie er es vorausgesagt hatte. Schaut, da hatten sie ihn hingelegt. Und nun geht schnell zu seinen Jüngern und auch zu Petrus und sagt ihnen, dass er auferstanden ist und euch nach Galiläa vorausgeht."

Die Flucht der anderen Frauen

Die Frauen hatten gemischte Gefühle. Einerseits waren sie total verängstigt und zitterten. Darüber hinaus waren sie aber auch von großer Freude erfüllt. Sie flohen vom Grab, sagten unterwegs aus Angst niemandem etwas und gingen direkt zu den Jüngern.

Bericht und Bestechung der Grabwächter

Die Grabwächter waren inzwischen bei den Hohenpriestern eingetroffen. Nachdem sie alles erzählt hatten, versammelten die Hohenpriester sich mit den Ratsältesten und beratschlagten, was nun zu tun sei.

Am Ende gaben sie den Soldaten viel Geld. Sie sollten erzählen, dass die Jünger den Leichnam Jesu in der Nacht, während sie schliefen, gestohlen hatten. Und falls Pontius Pilatus davon erfahren sollte, wollten sie selbst ihn beschwichtigen.

Petrus und Johannes am leeren Grab

Nachdem Maria Magdalena die Jünger über den fehlenden Leichnam informiert hatte, eilten Petrus und Johannes zum Grab. Petrus schaute zuerst hinein und sah die Leinentücher wie einen Kokon daliegen und das Schweißtuch etwas abseits. Er wunderte sich darüber, was da wohl geschehen war.

Johannes besah sich das auch und war sofort von der Auferstehung Jesu überzeugt.

Beide gingen sie daraufhin wieder nach Hause.

1. Erscheinung Jesu (vor Maria Magdalena)

Maria Magdalena war Petrus und Johannes nachgeeilt und stand draußen beim Grab und weinte. Als die beiden Jünger davongegangen waren, schaute auch sie wieder ins Grab und sah zwei Engel dasitzen. Die fragten sie: "Warum weinst du?"
Maria antwortete: "Weil sie meinen Herrn weggenommen haben und ich nicht weiß, wo er nun liegt."
Hinter ihr stand Jesus. Sie dreht sich um, sah ihn, erkannte ihn aber nicht.
Jesus fragte sie: "Warum weinst du? Wen suchst du?"
Maria ging davon aus, dass der Gärtner mit ihr sprach und sagte zu ihm: "Herr, wenn du ihn weggebracht hast, dann sag mir bitte, wo er nun ist. Ich hole ihn dann wieder."
Jesus sagte zu ihr: "Maria!"
Maria drehte sich zu ihm hin und sagte zu ihm: "Rabbuni!" (Meister, Lehrer)
Jesus sagte zu ihr: "Berühre mich nicht, denn ich bin noch nicht zu meinem Vater im Himmel zurückgekehrt. Geh aber zu meinen Brüdern und sag ihnen, dass ich zu meinem und ihrem Vater und zu meinem und ihrem Gott gehe."

2. Erscheinung Jesu(vor den anderen Frauen)

Die anderen Frauen waren inzwischen auf dem Weg nach Bethanien, um dort von ihrer Begegnung mit den Engeln zu erzählen. Plötzlich kam ihnen Jesus entgegen und sagte: "Seid gegrüßt!"
Da liefen sie zu ihm hin, warfen sich vor ihm nieder und umfassten seine Füße.
Jesus sagte zu ihnen: "Fürchtet euch nicht! Geht zu meinen Brüdern und sagt ihnen, dass sie nach Galiläa gehen sollen. Dort werden sie mich sehen."

Maria Magdalena berichtet den Jüngern von der Erscheinung des Auferstandenen

Maria Magdalena eilte zu den Jüngern in Jerusalem und traf diese trauernd und weinend an. Sie sagte zu ihnen: "Ich habe Jesus gesehen und soll euch sagen, dass er zu seinem und eurem Vater und zu seinem und eurem Gott geht."
Aber die Jünger glaubten ihr nicht.

3. Erscheinung Jesu (vor den Emmausjüngern)

Am Ostersonntag Nachmittag waren zwei Jünger unterwegs nach Emmaus. Sie unterhielten sich gerade über die Ereignisse der letzten Tage und über den Bericht der Frauen, dass der Leichnam Jesu verschwunden sei und dass Engel behauptet hätten, dass Jesus lebt.
Plötzlich ging Jesus mit ihnen. Allerdings erkannten sie ihn nicht. Interessiert fragte er sie, worüber genau sie miteinander redeten. Niedergeschlagen blieben sie stehen und erzählten ihm alles.
Daraufhin sagte Jesus zu ihnen: "Oh ihr unverständigen Leute. Das musste doch so geschehen. Die Propheten haben das doch vorausgesagt." Daraufhin ging er mit ihnen das Alte Testament durch und erklärte alles, was sich darin auf ihn bezog - bei Mose und sämtlichen Propheten.
Inzwischen waren sie bei einem Dorf angekommen. Jesus wollte weiter gehen. Aber die beiden Jünger hielten ihn zurück und baten ihn, da es ja schon Abend geworden war, bei ihnen zu bleiben.
Jesus blieb und als sie zusammen aßen, nahm er das Brot, dankte Gott dafür, brach es in Stücke und gab es ihnen. In diesem Moment wurden ihre Augen geöffnet und sie erkannten Jesus. Und im selben Augenblick verschwand er vor ihnen. Sie wunderten sich darüber, dass sie ihn nicht vorher schon erkannt hatten. Als Jesus ihnen das Verständnis für das Alte Testament öffnete, da brannte es doch in ihren Herzen, wie wenn ein Feuer darin wäre!

Damit möchte ich meine Erzählung der Erscheinungen Jesu beenden. Es gibt einfach zu viele Berichte, als dass man dies auf eine Internetseite packen könnte. Ich liste nun nur noch die weiteren Erscheinungen, die uns im Neuen Testament erzählt werden, auf:

  • 4. Erscheinung Jesu (vor Petrus) - am Ostersonntag Nachmittag
  • 5. Erscheinung Jesu (vor den 10 Jüngern, Thomas war nicht dabei) - am Ostersonntag Abend
  • 6. Erscheinung Jesu (vor den Jünger, Thomas war anwesend) - eine Woche später - am 16. April
  • 7. Erscheinung Jesu (3. Erscheinung vor seinen Jünger als Gemeinschaft) - Anfang Mai am See Genezareth - das Gespräch mit Petrus
  • 8. Erscheinung Jesu (vor mehr als 500 Brüdern) - Anfang/Mitte Mai
  • 9. Erscheinung Jesu (vor Jakobus)
  • 10. Erscheinung Jesu (vor den Jüngern) - am 18. Mai in Jerusalem - Himmelfahrt Jesu auf dem Ölberg


Bilder

© Glenda Powers - Fotolia.com



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