Startseite
❙ Datenschutz
❙ Impressum
Menü: Geld & Aktien Abnehmen & Sport Religion & Glaube Eigenbau & Kunst Autor Partnerprogramm
Menü
Kommentare - Sachbücher - Harmonien:
Übersicht zum Online-Römerbrief-Kommentar zum:
Übersicht zu den Artikeln über die Karwoche bis Himmelfahrt:
Übersicht zu den Artikeln über Weihnachten:
Übersicht zu Literatur fürs Selbststudium:
Das letzte Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern wurde bereits auf mehreren Unterseiten angesprochen:
Deshalb möchte ich hier nur die Einsetzung des Abendmahles nacherzählen und danach ein paar Anmerkungen zum Abendmahl hinzufügen. Erwähnen möchte ich noch, dass meines Erachtens die eigentliche Einsetzung erst begann, als Judas das Fest verlassen hatte. Der erste Becher Wein war zu diesem Zeitpunkt schon getrunken!
Als Judas das gemeinsame Passahfest verlassen hatte, sagte Jesus: "Jetzt ist der Menschensohn in seiner Herrlichkeit offenbart, und Gott ist verherrlicht in ihm. Wenn aber Gott verherrlicht ist ihm, dann wird Gott auch ihn verherrlichen in sich selbst. Und das wird bald geschehen."
Und während sie aßen, nahm Jesus Brot, dankte Gott dafür, brach es in Stücke, gab es den Jüngern und sagte: "Nehmt und esst es, denn dies ist mein Leib, der für euch geopfert wird. Tut dies zu meinem Gedächtnis."
Nachdem sie gegessen hatten, nahm er einen Becher mit Wein und gab ihn den Jüngern mit den Worten: "Trinkt alle daraus! Denn dies ist mein Blut des Bundes, das für viele zur Vergebung der Sünden vergossen wird." Und sie tranken alle daraus.
Jesus fuhr fort: "Wahrlich, ich sage euch, von nun an werde ich nicht mehr vom Saft der Reben trinken bis zu dem Tag, an dem ich ihn im Reich meines Vaters erneut trinken werde.
Wenn vom Abendmahl die Rede ist, dann fallen häufig auch andere Begriffe, zum Beispel:
Als Jesus das Abendmahl einsetzte, feierte er mit seinen Jüngern das Passahmahl. Hierbei gedachte das Volk Israel an die Errettung des Volkes aus dem Sklavendienst bei den Ägyptern - 2. Mose 11f.
Das jüdische Volk nahm am Tag drei Mahlzeiten ein. Vor Arbeitsbeginn gab es ein Frühstück, dann, im Laufe des Vormittags oder gegen Mittag ein leichtes Mahl und am Abend die Hauptmahlzeit. Dabei legte man sich zu Tisch.
Paulus spricht in 1. Korinther 10,16 vom Herrenmahl. An dieser Stelle wird besonders deutlich, dass die frühchristliche Gemeinde tatsächlich den Ritus eingeführt hatte, den Jesus beim letzten Abendmahl befohlen hatte.
Diese Begriffe gehören in den Zusammenhang mit dem Herrenmahl. Sie sind Teilaspekte davon.
Eucharistie heißt "Danksagung". Jesus nahm beim letzten Abendmahl Brot und Wein und dankte dem Vater dafür.
Bei der Einsetzung sagte Jesus: "Dies tut zu meinem Gedächtnis!"
Beim Passahmahl gedachte das Volk Israel an die Befreiung aus dem Sklavendienst der Ägypter. Dafür wurde ein makelloses Lamm geschlachtet.
Beim Abendmahl wird daran gedacht, dass Jesus das makellose Lamm Gottes ist, das die Sünden der Welt tragen konnte und dadurch Vergebung für den Einzelnen bei Gott ermöglichte.
Des weiteren sagte Jesus bei der Einsetzung: "Dies ist mein Blut des Bundes, das für viele zur Vergebung der Sünden vergossen wird!"
Im Alten Testament wurden viele Bündnisse (Verträge) geschlossen. Oftmals wurde solch ein Bund mit einem "Abendmahl" bestätigt. Auch kamen dabei Opfer vor - 1. Mose 8 der Bund mit Noah.
Beim eigentlichen Abendmahl Jesu - seine Geißelung und Kreuzigung - wurde das Blut des Bundes vergossen. Er war das vollkommene Opfer zur Vergebung der Sünden. Ein für alle Mal. Eine Wiederholung gibt es nicht.
Dieser Gedanke wird besonders durch 1. Korinther 10, 16f hervorgehoben. Wenn Gemeinde Jesu das Herrenmahl feiert, dann haben alle Anteil an dem, was Christus durch die Hingabe seines Leibes in den Tod für sie getan hat.
Aber schon bei den Opfer-Gemeinschaftsessen des Alten Testaments wird deutlich, dass nicht alle daran teilnehmen dürfen. So auch beim Abendmahl. Wer in irgendeiner Weise unwürdig daran teilnimmt, macht sich am Leib und Blut des Herrn schuldig - 1. Korinther 1,27.
Paulus spricht in 1. Korinther 10 und 11 vom Mahl des Herrn. Hier liegt die Betonung auf dem HERRN. Die Korinther nahmen sowohl am Herrenmahl als auch am Dämonenmahl teil. Dies sind unvereinbare Gegensätze. Wer dies tut, fordert den Herrn heraus - 10,22!
Paulus sagt: "Seid euch im Klaren darüber: Jedes Mal, wenn ihr beim Mahl des Herrn vom Brot esst und aus dem Becher trinkt, verkündet ihr den Tod des Herrn!" Deshalb darf das Abendmahl auch nicht unwürdig eingenommen werden. Wer dies tut, macht sich am Leib und am Blut des Herrn schuldig.
Da am Abendmahl nur Christen teilnehmen können, die mit Gott im Reinen sind (nicht unwürdig), ist die hier angesprochene Verkündigung eine Verkündigung in die unsichtbare Welt. Jesus hat den Sieg über Sünde, Tod und Teufel davongetragen!
Ein Sakrament ist eine heilsvermittelnde Tat. In Johannes 6 sagt Jesus: "Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben." Daraus und aus den Einsetzungsworten Jesu wurde abgeleitet, dass Brot und Wein sich beim Abendmahl in das Fleisch und Blut Jesu verwandeln und dass das Abendmahl heilsnotwendig ist.
Dies ist eine Irrlehre! Jesus veranschaulichte immer wieder geistliche Wahrheiten bildhaft. Er sagte zum Beispiel auch, dass er die Tür zum ewigen Leben ist. In Johannes 6 machte er deutlich, dass er die Nahrung zum ewigen Leben ist.
Deshalb sagte Petrus am Schluss: "Du hast Worte, die zum ewigen Leben führen und wir glauben und haben erkannt, dass du der heilige Gottes bist!"
Im Neuen Testament gibt es keine Sakramente - höchstens das Sakrament des Glaubens!
© celeste clochard - Fotolia.com

© copyright by verlag-wolfgang-molzahn.com