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Warum Zusatzlektionen?Mit der Auslegung von Römer 5,1-11 haben wir die Auslegung des ersten großen Lehrabschnittes des Römerbriefes von Kapitel 1,16 bis 5,11 abgeschlossen. Dennoch drängt es mich, weitere Lektionen dafür zu verwenden, in einer Art Zusammenfassung im Stil einer Konkordanz, nochmals thematisch auf diese Kapitel und Verse einzugehen. Sie sollen helfen, die Fülle der Aussagen (zum Beispiel über den Glauben) dieses Abschnitts zu erfassen, zu verdeutlichen und zu vertiefen.
Kapitel 1,16 bis 5,11 könnte man mit: "Alle Menschen stehen unter dem Zorn Gottes und können nur durch Christus und aus Glauben von diesem Zorn gerettet werden" überschreiben. Paulus entfaltet dann diese Thematik so, dass er zunächst beschreibt, warum Gott sowohl auf die Heiden (1,18-32) als auch auf die Juden (2,1-8) zornig ist. Danach fasst er diese Darlegungen zusammen, indem er sagt, dass alle Menschen unter der Macht der Sünde stehen und somit vor Gott schuldig sind (3,9-20).
Das muss aber nicht so bleiben, denn Gott hat seine Gerechtigkeit offenbart. Diese zeigt sich im Tod Jesu Christi und wird durch den Glauben empfangen (3,21-31). Am Beispiel von Abraham beweist Paulus dann, dass sowohl das Gesetz als auch die Propheten diese Rechtfertigung aus Glauben für Abraham und alle Glaubenden belegt (4,1-8). Abraham ist der Vater aller Glaubenden, egal ob sie nun Juden oder Heiden sind (4,9-17a). Und Abraham ist ein Vorbild eines jeden Glaubenden. Auch sein Glaube, der da, wo es menschlich gesehen nichts zu hoffen gab, dennoch auf die Zusage Gottes vertraute, ist ein Vorbild unseres Glaubens (4,17b-25).
Menschen, die so wie Abraham glauben, sind vor Gott gerechtfertigt. Sie haben Frieden mit Gott und werden durch Christus vor dem Zorn Gottes gerettet (5,1-11).
In dieser Zusatzlektion erfahren Sie, wer unter dem Zorn Gottes steht. Darüber hinaus berichte ich darüber, welchen Weg die Menschen bevorzugen, um diesen Zorn von sich abzuwenden. Zu guter Letzt zeige ich die einzige Möglichkeit zur Rettung vor dem Zorn Gottes auf.
Wer sündigt, der übertritt Gottes Rechts- und Gesetzesforderungen. Was genau dies bedeutet, lässt sich sehr gut an den zwei Gesetzestafeln der 10 Gebote aufzeigen. Die erste Tafel zeigt die Sünde eines unfrommen und / oder scheinfrommen Wesens auf. Bei der zweiten Tafel geht es um die Missachtung des von Gott vorgeschriebenen Rechts. Wie diese Sünden vergeben werden, davon ist auch die Rede.
Gott ist gerecht - absolut, 100%ig gerecht. Die Menschen hingegen sind ungerecht und damit Sünder. Aber Gott möchte den Urzustand vor Adams Sünde wiederherstellen. Das führt zu der Frage, was eigentlich vor Gott rechtfertigt. Sind es Gesetzeswerke? Oder bestimmte Vorzüge? Oder ...?
Das Evangelium ist Gottes gute Nachricht darüber, wie die Menschheit / jeder einzelne Mensch zum Frieden mit Gott kommt. Dadurch wird die durch die Sünde bestehende Feindschaft beseitigt. Im Evangelium geht es um die Person Jesu und was er für die Menschheit getan hat. Es ist die Kraft Gottes für jeden, der glaubt.
Es ist der Glaube, der vor dem Zorn Gottes rettet. Was aber beinhaltet dieser Begriff, den man so gerne für sich in Anspruch nimmt? Kann man davon reden, dass man gläubig ist, wenn man anzweifelt, dass Jesus Gott ist? Und ist man wirklich gläubig, wenn man glaubt, dass Jesus nur im Glauben (und damit nicht wirklich) auferstanden ist?

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